Feuz wird Sechster beim Heimsieg von Dressen

In Garmisch-Partenkirchen gewinnt zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder ein Deutscher. Beat Feuz verpasst als Sechster das Podest.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der Erste wurde bejubelt wie ein Sieger. Obwohl da noch 54 oben standen. Aber Thomas Dressen hatte im Garmisch Heimrennen. Und das bedeutete in dieser Saison bei den europäischen Abfahrten immer: Sieg. Bei Dominik Paris in Bormio, bei Beat Feuz am Lauberhorn und bei Matthias Mayer in Kitzbühel. «Danke Fans. Mega», rief Dressen in die Kamera, ohne zu wissen, wie gut seine Fahrt wirklich war.

Der Deutsche hatte kurz darauf Gewissheit, schlecht war sie nicht. Feuz scheiterte, Vincent Kriechmayr und Aleksander Kilde ebenso und damit schon drei grosse Namen. Dressen jubelte. Und für Feuz endete bereits mit der Fahrt von Kilde eine beeindruckende Serie an Podestplätzen, sechs in Serie waren es in dieser Saison. Letztmals war er bei einer Abfahrt im Dezember 2017 schlechter klassiert. Da wurde er in Gröden Achter. «Die Fahrt war nicht gut genug für das Podest», sagte Feuz, er sei nicht zu 100 Prozent fit gewesen und habe zu viele kleine Fehler gemacht.

Fehler, die ihn nur 35 Hundertstel Rückstand kosteten, es war ein enges Rennen. Und so blieb Dressen vorne, war der Applaus für den Lokalmatador auch der für den Sieger. Der 26-Jährige ist nur wenige Kilometer von der Kandahar-Piste entfernt aufgewachsen, er sagte, er kenne hier jeden Zentimeter. Es zeigte sich im unteren Teil der Strecke, keiner war hier schneller. Hinter ihm klassierten sich Kilde und der Franzose Johan Clarey.

Feuz erstmals nicht auf dem Podest

Für Dressen ist der Sieg ein weiterer Schritt in einer erstaunlich starken Comeback-Saison. Zwischen November 2018 und 2019 bestritt er kein einziges Rennen, er musste zusehen. Weil er verletzt war, das ganze Knie war nach einem Sturz bei der Abfahrt von Beaver Creek kaputt. Bei seiner Rückkehr in den Weltcup holte er gleich den Sieg in Lake Louise, es war sein dritter überhaupt, mit dem vom Samstag steht er jetzt bei vier.

Sieben Abfahrten haben in diesem Winter nur vier verschiedene Sieger gefunden. Einer davon ist Feuz mit seinen Triumphen in Wengen und Beaver Creek. Nun ist er erstmals nicht auf dem Podest, diesmal kann er die Schweizer Bilanz nicht retten, neben ihm schaffte es nur Niels Hintermann in die Top 10. Er wurde Siebter, es ist seine zweitbeste Klassierung überhaupt in einer Abfahrt, Carlo Janka fuhr auf Rang 11. Obwohl auch er nur 55 Hundertstel verlor. Sieben Plätze hinter ihm landete Mauro Caviezel, auch er war keine Sekunde langsamer als Dressen.

Erstellt: 01.02.2020, 11:14 Uhr

Artikel zum Thema

Feuz: «Das ist eine schöne Krise»

Beat Feuz sagt nach dem verpassten Sieg in Kitzbühel, er sei den Hang «abeghöselet», das habe ihn Tempo gekostet. Mehr...

Mayer verdirbt Feuz das Double

Nach dem Sieg am Lauberhorn fährt Beat Feuz in Kitzbühel zeitgleich mit Vincent Kriechmayr auf den zweiten Platz. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Lohncheck in Pflegeberufen

Qualifiziertes Pflegepersonal ist rar. Eine Pflegeinitiative setzt sich darum für höhere Löhne ein.

Kommentare

Blogs

Sweet Home So wird es schnell gemütlich

Geldblog Wohin mit dem Freizügigkeitsgeld?

Abo

Abo Digital Light - 18 CHF im Monat

Unbeschränkter Zugang auf alle Inhalte und Services (ohne ePaper). Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Die Welt in Bildern

Buntes Treiben: Mit dem Schmutzigen Donnerstag hat auch die Luzerner Fasnacht begonnen. Am Fritschi-Umzug defilieren die prächtig kostümierten Gruppen und Guggen durch die Altstadt. (20. Februar 2020)
(Bild: Ronald Patrick/Getty Images) Mehr...