«Habe Positives von Janka gehört»

Realistisch hat die Schweiz im zweiten Teil der WM noch eine Chance auf eine Medaille: Im Riesenslalom der Männer am Freitag. Cheftrainer Martin Rufener traut Carlo Janka den Exploit zu.

Zuversichtlich: Martin Rufener hofft auf den Exploit von Carlo Janka im Riesenslalom. (Video: skionline.ch)

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Statt in Garmisch-Partenkirchen um Medaillen in der Abfahrt und der Kombination zu kämpfen, verfolgte Carlo Janka die WM in Oberjoch vor dem Bildschirm. Im Allgäuer Skiort, rund eine Stunde von Garmisch entfernt, bereitet sich das Swiss-Ski-Team auf die technischen Disziplinen vor. Janka war am Sonntag angereist und absolvierte gestern erstmals seit dem ersten WM-Abfahrtstraining am Donnerstag wieder ein Training auf Skiern. «Ich habe Positives gehört», sagte Cheftrainer Martin Rufener im Interview mit dem Fachportal Skionline.ch. «Er konnte kurz und intensiv zwei bis drei Läufe fahren», so Rufener.

Janka und der Riesenslalom scheinen in der zweiten Woche der aussichtsreichste Medaillen-Trumpf. Auch Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann bekennt in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Sportinformation, dass es nun «deutlich schwieriger wird, Medaillen zu gewinnen. Wir sind auf Exploits angewiesen.» Selbst Didier Cuche, der in der Abfahrt die bisher einzige Medaille für die Schweiz holte, ist im Riesenslalom in dieser Saison ein Aussenseiter. Die Hoffnungen liegen auf den Schultern des geschwächten Jankas.

«Beine hochgelagert und frische Luft geschnappt»

Er habe auch von den Trainern ein sehr positives Feedback erhalten, erklärt Rufener. «Wir hatten immer gesagt, eine kurze Pause machen und dann wieder aufbauen.». Es sei wichtig, dass es auch im Kopf wieder stimme. «Er muss wieder das Gefühl haben, zwei Läufe machen zu können», so der Berner Trainer weiter. Er ist überzeugt, dass Janka gute Chancen hat, wenn er sich gut erholt hat. «Wir hoffen, dass die Burschen im Riesenslalom zuschlagen», sagt Rufener.

Janka selber meldete sich in einem Telefoninterview mit dem Schweizer Fernsehen: «Ich habe zu Hause vor allem die Beine hochgelagert und frische Luft geschnappt», sagte der Riesenslalom-Weltmeister und Olympiasieger. Die WM-Abfahrt und den Ritt von Didier Cuche zur Silbermedaille vor dem TV zu verfolgen, sei speziell gewesen. «Wehmut kam aber keine auf. Die vielen Stürze im Zielraum waren für mich vielmehr die Bestätigung, dass ich den richtigen Entscheid getroffen habe.»

Ärztliche Abklärungen aufgrund seiner Herzrhythmusstörungen seien während des kurzen Timeouts keine nötig gewesen, sagte Janka weiter. Er weiss schliesslich schon seit Dezember mit der Situation umzugehen und hat die Gewissheit, kein medizinisches Risiko einzugehen.

Erstellt: 15.02.2011, 14:16 Uhr

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