«Ich hole Schritt für Schritt auf»

Beat Feuz freut sich über seine Fortschritte im Gletschertraining. Sein lädiertes Knie zwingt ihn aber immer noch zur Vorsicht.

«Wenn man körperlich nicht fit ist, macht es im Winter keinen Spass»: Beat Feuz.

«Wenn man körperlich nicht fit ist, macht es im Winter keinen Spass»: Beat Feuz. Bild: Keystone

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Die Schweizer Skifahrer befinden sich momentan im Gletscher-Training in Saas-Fee und Zermatt. Gute Neuigkeiten gibt es von Beat Feuz. Das linke Knie des 27-jährigen Emmentalers ist wieder belastbarer.

Beat Feuz, im letzten Sommer war Ihr Knie ein grosses Thema. Wie sieht es ein Jahr später aus?
Ein Thema ist es leider immer noch. Aber im Vergleich zum letzten Jahr konnte ich so trainieren, dass ich wieder belastungsfähig bin. Letztes Jahr war das überhaupt nicht der Fall, es war ein Seuchenjahr. Da war jedes Training streng, ich brauchte viele Pausen. Nun war im Sommertraining und auf dem Gletscher sicherlich eine Steigerung da, auch wenn ich immer noch vorsichtig sein muss.

Sie absolvierten die ersten Schneetrainings im August in der Schweiz und reisten nicht wie viele Ihrer Teamkollegen nach Südamerika. Es fehlen Ihnen demnach noch richtige Vergleiche?
Ja, das ist so. Renntests habe ich bis jetzt noch keine machen können. Die Gletscher präsentierten sich hier jedoch in einem guten Zustand. Es war meist schönes Wetter, dann sind die Pisten gut und kompakt und die Strecken nicht allzu lang. Aber ich merke natürlich schon, dass ich noch keine allzu grossen Belastungen hatte. Sobald es Schläge und Rillen hat, traue ich mich noch nicht, so richtig auf die Skis zu stehen. Das muss ich bis zum Saisonstart noch wegbringen. Sonst schafft man es nicht an die Weltspitze. Doch das ist mein Ziel, ich will wieder weiter nach vorne als in die Top 30 des Weltcups.

Und wie sieht es mit der Fitness aus – konnten Sie da auch einen Schritt vorwärts machen?
Das war der erste Punkt, an dem ich ansetzen musste. Sonst macht es im Winter keinen Spass. Wenn man körperlich nicht gesund und fit ist, kämpft man in jedem Rennen nach den ersten 20 Sekunden. Auf Dauer kann das nicht gutgehen. Deshalb bin ich froh, dass ich da einen Schritt vorwärts machen konnte.

Also befinden Sie sich im Fahrplan für die kommende Saison?
Ja, eigentlich schon. Aber ich hinke natürlich seit der Infektion vor zwei Jahren hinten nach. Das habe ich noch nicht aufgeholt. Mein Umfang am linken Oberschenkel ist immer noch etwa vier Zentimeter schmaler als rechts. Das spüre ich schon, dass da noch etwas fehlt. Ich versuche, es Schritt für Schritt aufzuholen. (sd)

Erstellt: 24.09.2014, 14:28 Uhr

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