Janka verspricht Grosses, Cuche beisst auf die Zähne

Titelverteidiger Carlo Janka fühlt sich bereit, im WM-Riesenslalom in den Kampf um die Medaillen eingreifen zu können. Zurückhaltender gibt sich Didier Cuche nach seinem Daumenbruch.

Motiviert: Carlo Janka hat den Traum von einer WM-Medaille in Garmisch nicht aufgegeben. (Video: www.skionline.ch)

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Vor dem Riesenslalom am Freitag stellten sich der Bündnder Janka und der Neuenburger Cuche den zahlreich erschienenen Medienvertretern. Janka stellte klar, dass ihm die «Kandahar»-Piste zusagt. «Die Strecke ist die gleiche», wendet der Bündner ein, «aber vom Schnee her sind die Bedingungen nicht zu vergleichen.» Grundsätzlich sei er bereit für den Riesenslalom. «Ich habe in den letzten Tagen alles auf dieses Rennen ausgerichtet.» Seine Ziele seien die selben geblieben. «Ich will eine Medaille gewinnen. Dafür bin ich hier.»

Bereit zu sein heisst auch, dass sich Janka nach dem Verzicht auf den Start in der Abfahrt und in der Super-Kombination wieder erholt hat. Vor einer Woche war er wegen seiner körperlichen Defizite völlig entkräftet aus Garmisch ab- und nach Hause gereist. Die Vorbereitung hatte er zusammen mit seinen Kollegen Anfang dieser Woche in Oberjoch im Allgäu bestritten. Seinen Einsatzplan im Weltcup nach der WM hat Janka noch nicht fixiert.

Cuche beisst auf die Zähne

Cuche wird den WM-Riesenslalom wegen des Daumenbruchs wie geplant mit einer Schiene bestreiten. Die Fixierungshilfe hat er gestern einem Test unterzogen. «Ich bin auch durch einige Tore gefahren. Es ist ganz gut gegangen. Die Schmerzen hielten sich in Grenzen. Im Rennen muss ich aber auf die Zähne beissen», berichtete der Neuenburger.

Die Verletzung hatte sich Cuche vor dem Sturz zugezogen. «Ich habe mit der Hand an einer Torstange angeschlagen.» Er sei froh, dass nicht mehr passiert sei. «Das Ganze hätte weit schlimmere Folgen haben können. Ich habe auch das Knie angeschlagen und bin auf dem Rücken gelandet.» Durch das Handicap sieht Cuche seine Chance auf einen Medaillengewinn weiter schwinden. «Die kleine Möglichkeit ist noch kleiner geworden. Doch solange ich die Chance habe, versuche ich sie zu nutzen.»

Die Operation am gebrochenen Damen wird Cuche am Samstagnachmittag vornehmen lassen – wie vor einem Jahr in der Zürcher Schulthess-Klinik. «Und sollte ich tatsächliche eine Medaille gewinnen, dann kann ich versprechen, dass der Arzt ganz sicher keine Narkose brauchen wird.»

(fal/si)

Erstellt: 17.02.2011, 19:59 Uhr

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