Rang 18 statt Medaille – Cologna gibt der FIS die Schuld

Kaum im Ziel – und das abgeschlagen – nannte Mitfavorit Dario Cologna nach dem WM-Rennen über 15 Kilometer einen Grund für das schlechte Resultat.

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Die Verhältnisse spielten wie schon bei den Frauen am Vortag eine entscheidende Rolle. Diesmal versagten aber nicht Nationen en gros, sondern es galt, bei nassen Verhältnissen den perfekten Ski zu finden. Der weiche Schnee machte es für die Favoriten mit den hohen Startnummern zudem deutlich schwieriger. Cologna hatte sich bereits im Vorfeld verstimmt gezeigt, dass die Top-Läufer nicht früher ins Rennen geschickt wurden.

Nach dem Rennen nahm er kein Blatt mehr vor den Mund. «Der Schnee war am Ende viel zu weich. Bei einem Massenstartrennen haben alle die gleichen Bedingungen. Das war heute nicht der Fall. Aber es ist ja nicht so, dass man dies nicht schon vor dem Rennen gewusst hätte. Da hat die FIS wieder einmal gezeigt, dass sie sehr fähig ist», gab Cologna zynisch zu Protokoll. Der Bündner übte aber auch Selbstkritik. «Es war einfach nicht mein Tag, ich hatte keine guten Beine.»

Ins Ziel getrudelt

Cologna ging auf der zweiten Runde über 7,5 km vom Gaspedal, weil er nach Halbzeit als Elfter bereits 23 Sekunden verloren hatte. Gemeinsam mit Petter Northug und Calle Halfvarsson (Sd) trudelte er ins Ziel. Gold gewann der Schwede Johan Olsson mit der tiefen Startnummer 17. Zweiter wurde der Franzose Maurice Manificat mit 17 Sekunden Rückstand. Er bewies als Einziger, dass mit einer hohen Nummer (63) noch etwas zu holen ist. Bronze ging an den Norweger Anders Glöersen.

Der bereits 34-jährige Olsson ist bei Titelkämpfen immer bereit. In bester Erinnerung ist sein Solo-Vorstoss nach wenigen Kilometern im Fünfziger vor zwei Jahren in Val di Fiemme, der mit Gold belohnt wurde. In Sotschi hatte Olsson über 15 km hinter Cologna Silber gewonnen, auch vor zwei Jahren war er an den Weltmeisterschaften über diese Distanz Zweiter geworden.

Toni Livers profitierte vom Umstand, dass er sich auf der zweiten Runde an Glöersen festbeissen konnte. Nach Halbzeit war er noch hinter Cologna klassiert gewesen. Jonas Baumann war mit Rang 36 nicht zufrieden. (sr/fal/si)

Erstellt: 25.02.2015, 15:10 Uhr

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