Schweizer Curlerinnen sind Weltmeister

Im WM-Endspiel setzen sich die Schweizerinnen gegen Schweden im Zusatz-End durch. Das Team gewinnt erstmals unter Skip Silvana Tirinzoni den Titel.

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Mit einer grossartigen Leistungen haben sich die Schweizerinnen um Skip Silvana Tirinzoni zu Curling-Weltmeisterinnen gekürt. Sie entschieden den Final des WM-Turniers im dänischen Silkeborg gegen die favorisierten Olympiasiegerinnen aus Schweden mit 8:7 nach Zusatz-End für sich.

Melanie Barbezat, Esther Neuenschwander, Silvana Tirinzoni und Alina Pätz vom CC Aarau waren mit der Bilanz von 8:4 Siegen in die K.o.-Spiele gekommen. Danach besiegten sie China im Viertelfinal, Südkorea im Halbfinal und schliesslich im hochstehenden Final die von Anna Hasselborg angeführten Schwedinnen. Die Leistung des Schweizer Quartetts ist um so bemerkenswerter, als die Schwedinnen, die den Grand Slam anstrebten (Olympiasieg, EM- und WM-Titel) bis zum Final zwölf Partien in Folge gewannen.

Alina Pätz behält die Nerven

Als Gewinnerinnen der Round Robin begannen die Schwedinnen den Final mit dem Vorteil des letzten Steins. Diesen nutzten sie fortan. Das Zweierhaus der Schweizerinnen im 4. End beantworteten sie umgehend mit einem Zweier. Im 7. End glückte ihnen ein weiteres Zweierhaus, sodass sie erstmals um zwei Steine in Führung gingen. Die Schweizerinnen hatten ihrerseits eine Antwort parat und glichen aus. Schliesslich hatten sie im Zusatz-End den Steinvorteil. Alina Pätz war der riesigen Nervenprobe gewachsen und spielte den entscheidenden Draw in den innersten Kreis des Hauses.

Auf der vierten Position war Pätz in der ersten Spielhälfte um einige Prozentpunkte stärker als ihre direkte Gegenspielerin Anna Hasselborg. Danach jedoch steigerte sich die Schwedin auf Pätz' sehr hohes Niveau. In einer absoluten Zahl: Pätz brachte es auf der schwierigsten Position auf eine Erfolgsquote von 94 Prozent, wie sie üblicherweise nur von den besten Männern erreicht wird.

Fünf Schweizer WM-Titel seit 2012

Für das Schweizer Curling ist es der siebte Titel in den 1979 eingeführten WM der Frauen. Allein seit 2012 stellt die Schweiz nunmehr fünfmal das Weltmeister-Team. Tirinzonis Vorgängerinnen als Schweizer Weltmeister-Skips waren Gaby Casanova (1979), Erika Müller (1983), Mirjam Ott (2012), Binia Feltscher-Beeli (2014 und 2016) sowie Alina Pätz (2015).

Die 29-jährige Pätz, die auf die laufende Saison für die wichtige vierte Position zu Tirinzonis Formation stiess, war bei ihrem vorangegangenen WM-Titel 2015 Skip von Baden Regio. Aus jenem Team ist heute die Bernerin Marisa Winkelhausen Ersatzspielerin bei Tirinzoni. Pätz war auch beim Schweizer WM-Triumph 2012 dabei - damals als Ersatzspielerin im Davoser Team von Mirjam Ott. (erh/ddu/sda)

Erstellt: 24.03.2019, 15:56 Uhr

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