Yule fährt in Kitzbühel aufs Podest

Daniel Yule muss sich nur den beiden Slalom-Dominatoren Henrik Kristoffersen und Marcel Hirscher geschlagen geben. Ramon Zenhäusern bestätigt ebenfalls seine gute Form.

Erster Podestplatz für Daniel Yule. (Video: SRF)

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Daniel Yule schafft beim Slalom-Klassiker in Kitzbühel endlich den ersten Podestplatz im Weltcup. Der Walliser wird hinter Henrik Kristoffersen und Marcel Hirscher Dritter.

Vierter zum Saisonauftakt Mitte November in Levi, Vierter auch vor Weihnachten in Madonna di Campiglio - Daniel Yule kannte sich in dieser Saison mit dem ersten Platz neben dem «Stockerl» aus. In Kitzbühel jedoch klappte es für den 24-jährigen Walliser endlich mit dem langersehnten ersten Podestplatz auf oberster Stufe.

Yule profitiert von Matts Ausscheiden

«Heute ist für mich alles sehr gut aufgegangen. Das ist die Belohnung für die grosse Arbeit von meinem ganzen Umfeld und von mir», so Yule nach dem Rennen am Ganslernhang. Er verbesserte sich am Nachmittag dank starker Fahrt und Michael Matts Ausscheiden noch um eine Position. Auf Kristoffersen, der nach zuvor zehn Podestplätzen zum ersten Saisonsieg kam, büsste Yule 1,35 Sekunden ein.

Für das Schweizer Slalom-Team war es der zweite Podestplatz in dieser Saison nach demjenigen von Luca Aerni. Der Berner war in Madonna Zweiter geworden.

Zenhäusern wieder stark

Ramon Zenhäusern überzeugte eine Woche nach seinem sensationellen 4. Rang in Wengen ein weiteres Mal. Der grossgewachsene Oberwalliser klassierte sich am anspruchsvollen Ganslernhang mit 2,34 Sekunden Rückstand als Sechster, seinem zweitbesten Ergebnis auf oberster Stufe. Im ersten Lauf war Zenhäusern mit Startnummer 20 an die achte Position vorgefahren.

Hingegen schied Luca Aerni, nur 23. nach dem ersten Lauf, wie zuletzt im Berner Oberland aus. Nuller gab es auch für Marc Rochat (22. am Morgen) und Loïc Meillard, der schon im ersten Lauf ausgeschieden war.

Saisonpremiere für Kristoffersen

Henrik Kristoffersen war zuvor in der Olympia-Saison in allen sechs Spezialslaloms auf dem Podest gestanden. Doch an dem Deutschen Felix Neureuther, der zum Auftakt in Levi gewonnen hatte, und danach an Seriensieger Marcel Hirscher war der Norweger nicht vorbeigekommen. Über alle Disziplinen sammelten sich bei ihm in diesem Winter vor Kitzbühel nicht weniger als zehn Top-3-Platzierungen an. Die Freude über diese eigentlich starke Serie hatte sich beim äusserst ehrgeizigen Athleten in bescheidenem Rahmen gehalten.

In Kitzbühel kam für den den 23-jährigen Norweger die Erlösung. Kristoffersen holte sich den 16. Weltcupsieg mit 0,97 Sekunden Vorsprung vor Marcel Hirscher. Der Salzburger hatte die Slalom-Saison nach überstandener Knöchelverletzung mit dem 17. Rang in Levi begonnen. Danach aber gab es kein Vorbeikommen mehr am Salzburger, der sich auf bestem Weg zur Titelverteidigung im Gesamtweltcup und zum Gewinn der kleinen Kristallkugeln im Slalom und Riesenslalom befindet.

(SDA)

Erstellt: 21.01.2018, 10:10 Uhr

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