Zenhäusern verpasst das Podest haarscharf

Ramon Zenhäusern realisiert mit dem vierten Platz im Slalom von Wengen sein bestes Weltcup-Resultat. Marcel Hirscher gewinnt sein fünftes Rennen in Folge.

Ramon Zenhäusern fährt im Slalom von Wengen auf den vierten Rang. (Video: Tamedia/SDA)

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Ramon Zenhäusern fährt im Weltcup-Slalom von Wengen sensationell zu Platz 4. Der Sieg geht mit fast einer Sekunde Vorsprung an Marcel Hirscher, Zweiter wird Henrik Kristoffersen.

Im ersten Lauf war der Oberwalliser Zenhäusern mit Startnummer 24 bereits an die sechste Stelle vorgestossen. Am Nachmittag schliesslich nutzte er die gute Ausgangslage, mit viertbester Laufzeit gelang ihm nochmals eine Verbesserung um zwei Positionen. Auf Sieger Marcel Hirscher büsste Zenhäusern, der im Weltcup noch nie besser als Siebenter gewesen war, 1,81 Sekunden ein.

Neun Hundertstel fehlen

Zu seiner ersten Podestplatzierung auf oberster Stufe fehlten ihm nur neun Hundertstel. «Das war ein Hammertag», freute sich Zenhäusern im Interview mit dem Schweizer Fernsehen jedoch vorbehaltlos über seinen Exploit. «Endlich konnte ich einmal zeigen, was ich wirklich kann.»

Zweitbester Schweizer hinter Zenhäusern, der im sechsten Spezialslalom zum fünften Mal Punkte holte, wurde Daniel Yule. Der Unterwalliser beging im zweiten Lauf einen groben Patzer und fiel mit fast 3,7 Sekunden Rückstand vom 8. in den 11. Rang zurück. Der Bündner Sandro Simonet, zur Halbzeit 24., schied am Nachmittag aus.

Luca Aerni nach wenigen Toren und Loïc Meillard nach der zweiten Zwischenzeit fädelten im ersten Lauf ein und kassierten zum zweiten Mal in dieser Saison in einem Spezialslalom einen Nuller.

Hirscher schliesst Lücke

Hirscher seinerseits hat nun 53 Weltcupsiege auf dem Konto, auf die ÖSV-Bestmarke von Hermann Maier fehlt ihm nur noch ein Triumph. Erstmals gewann der schon nach dem ersten Lauf führende Salzburger auch in Wengen, wo er zuvor schon dreimal Zweiter und einmal Dritter gewesen war.

Ihm gelang der achte Saisonsieg, der fünfte in einem Spezialslalom in Folge. Nach dem Saisonauftakt in Levi, wo er bei seinem Comeback nach einer Knöchelverletzung nur 17. geworden war, reihte Hirscher Siege in Val d'Isère, Madonna di Campiglio, Zagreb und zuletzt vor Wochenfrist in Adelboden aneinander.

Kristoffersen weiter ohne Sieg

Am Sonntag setzte sich Hirscher dank zweimal Laufbestzeit mit 0,93 Sekunden Vorsprung vor dem Norweger Henrik Kristoffersen durch. Dieser hatte die letzten zwei Slaloms in Wengen gewonnen. Kristoffersen vermochte sich in diesem Winter schon zum zehnten Mal in den Top 10 zu klassieren - auf einen Sieg wartet er jedoch weiterhin.

Dritter wurde am Sonntag André Myhrer. Der Schwede ist im Alter von 35 Jahren und 3 Tagen im Slalom der zweitälteste Fahrer auf einem Weltcup-Podest.

(SDA)

Erstellt: 14.01.2018, 09:54 Uhr

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