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Beat Feuz wettert über die Streif

Das erste Training zur Abfahrt in Kitzbühel beschwört den Unmut vieler Spitzenfahrer herbei. Auch der Lauberhornsieger übt heftige Kritik.

Klare Meinung: Der Lauberhorn-König kritisiert die Organisatoren in Kitzbühel scharf. (11. Januar 2018)
Klare Meinung: Der Lauberhorn-König kritisiert die Organisatoren in Kitzbühel scharf. (11. Januar 2018)
Peter Schneider, Keystone
«So geht es nicht. Die Sprünge waren miserabel gebaut und gingen viel zu weit, ohne schönen Vorbau. Das ist für mich unbegreiflich», moniert Beat Feuz nach dem ersten Training auf der Streif.
«So geht es nicht. Die Sprünge waren miserabel gebaut und gingen viel zu weit, ohne schönen Vorbau. Das ist für mich unbegreiflich», moniert Beat Feuz nach dem ersten Training auf der Streif.
Christian Bruna, Keystone
Marc Gisin klassiert sich als bester Athlet von Swiss-Ski im 7. Rang.
Marc Gisin klassiert sich als bester Athlet von Swiss-Ski im 7. Rang.
Hans Klaus Techt, Keystone
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Beat Feuz nahm beim ersten Traininig zur Weltcup-Abfahrt am Samstag in Kitzbühel kein Blatt vor den Mund: «So geht es nicht. Die Sprünge waren miserabel gebaut und gingen viel zu weit, ohne schönen Vorbau. Das ist für mich unbegreiflich. Man kann nicht die ganze Saison betonen, die Sicherheit gehe vor, und dann präsentiert man uns Fahrern eine solche Strecke – und das ausgerechnet in Kitzbühel, wo die Aufgabe ohnehin schon schwierig genug ist. Das machte definitiv keinen Spass.»

Der Norweger Aksel Lund Svindal als Athletensprecher pflichtete Feuz bei: «Der Luftstand war bei zu vielen Sprüngen zu hoch.» Erschwerend kam das Licht hinzu. Einig waren sich fast alle, dass noch viel nachgebessert werden muss. FIS-Renndirektor Hannes Trinkl versicherte den im Zielraum diskutierenden Fahrern, es würden entsprechende Änderungen bei den Sprüngen vorgenommen.

Innerhofer mit Bestzeit

Die Trainingsresultate waren letztlich wenig aussagekräftig. Bestzeit fuhr der Italiener Christof Innerhofer, 23 Hundertstel vor dem Amerikaner Steven Nyman und 46 Hundertstel vor Landsmann Matteo Marsaglia, der mit Startnummer 57 Dritter wurde.

Ebenfalls mit einer hohen Nummer, der 40, klassierte sich der Engelberger Marc Gisin als bester Schweizer auf Platz 7. Der Obwaldner fuhr vor zwei Jahren auf der Streif als Fünfter sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis heraus, nachdem er im Winter zuvor am gleichen Hang bei einem schweren Sturz ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte.

Ohne Janka

Die übrigen Fahrer von Swiss-Ski schafften es nicht in die Top 25, für Feuz resultierte Rang 31. Carlo Janka hatte die Besichtigung absolviert, verzichtete dann aber auf einen Start.

Aufgrund der schlechten Wetterprognosen war das erste Training um einen Tag vorgezogen worden. Für Mittwoch ist Schneefall angekündigt. Das zweite und letzte Training soll am Donnerstag stattfinden. Am Freitag steht der Super-G, am Samstag die Abfahrt und am Sonntag der Slalom im Programm.

Kitzbühel (AUT). Erstes Training zur Weltcup-Abfahrt der Männer vom Samstag:1. Christof Innerhofer (ITA) 1:55,46. 2. Steven Nyman (USA) 0,28 zurück. 3. Aleksander Kilde (NOR) und Matteo Marsaglia (ITA), je 0,46. 5. Hannes Reichelt (AUT) 0,50. 6. Peter Fill (ITA) 0,91. 7. Marc Gisin (SUI) 0,93.

Ferner: 10. Aksel Lund Svindal (NOR) 1,23. 13. Matthias Mayer (AUT) 1,33. 17. Dominik Paris (ITA) 1,36. 26. Urs Kryenbühl (SUI) 2,08. 27. Gian Luca Barandun (SUI) 2,18 (mit Torfehler). 31. Beat Feuz (SUI) 2,69. 34. Thomas Tumler (SUI) 3,04. 38. Gilles Roulin (SUI) 3,22. 47. Ralph Weber (SUI) 4,23. 49. Patrick Küng (SUI) 4,53. 52. Nils Mani SUI) 4,89. 58. Mauro Caviezel SUI) 6,47 (Torfehler). - 71 Fahrer gestartet, 65 klassiert. - Nicht gestartet u.a.: Carlo Janka (SUI).

SDA/fal

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