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Hählen stürzt bei italienischen Festspielen

In der zweiten Abfahrt von Bansko gab es ein rein italienisches Podest. Hählen, die Dritte vom Vortag, kam zu Fall. Die restlichen Schweizerinnen enttäuschten.

Hählen wird in der zweiten Abfahrt von Bansko Opfer einer Bodenwelle. Quelle: SRF

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Als die Sonne kam, fiel die Bestzeit doch noch. Lange hatte in der Abfahrt von Bansko Marta Bassino vorne gelegen, sie war früh ins Rennen gestartet. Doch als mit Startnummer 28 deren Teamkollegin Elena Curtoni bei bester Sicht über die Piste brauste, war es um sie geschehen: Curtoni schlug Bassino um 0,10 Sekunden und siegte erstmals in ihrer Karriere. Dass Curtoni dieses Rennen auf der schwierigen Strecke in Bulgarien gewann, war eine Überraschung. Dass eine Italienerin gewinnt, ist indessen fast schon zur Normalität geworden in dieser Saison.

Italien führt neu die Nationenwertung der Frauen an

Und es kam in Bansko ja noch besser: Hinter Curtoni und Bassino komplettierte mit Federica Brignone eine weitere sorella d’Italia das Podest. Erst dahinter folgte Seriensiegerin Mikaela Shiffrin, die tags zuvor die erste Abfahrt von Bansko gewonnen hatte. Es war eine Machtdemonstration der Italienerinnen, die nach 20 Rennen in dieser Saison nun auf 17 Podestplätze kommen – in jeder Disziplin ausser des Slaloms. Sechs Fahrerinnen haben zu dieser starken Bilanz beigetragen – die Equipe des einstigen Abfahrers Michael Mair ist einmalig konkurrenzfähig und die Fahrerinnen treiben sich gegenseitig zu Höchstleistungen an. Nach dem Dreifachsieg in Bansko übernimmt das italienische Team auch die Führung in der Nationenwertung der Frauen.

Hählen verpasst Bestätigung

Angesichts dieser Leistung erblassten und enttäuschten die Schweizerinnen. Im Gegensatz zum Vortag, als Joana Hählen erstmals in ihrer Karriere auf das Podest gefahren war, verpassten sie diesmal die Top 3 deutlich. Nach Fehlern in ihren Fahrten wurden Corinne Suter und Lara Gut-Behrami immerhin 9. und 10., während Prisca Nufer (17.) und Jasmine Flury (20.) ebenfalls Punkte sammelte. sich Michelle Gisin klassierte sich mit einem verhaltenen Auftritt nur auf dem 29. Rang. Der Berner Oberländerin Hählen wiederum war diesmal das Glück nicht hold: Sie stürzte im oberen Streckenteil und blieb nach einer langen Rutschpartie auf der eisigen Piste längere Zeit liegen. Danach fuhr sie aber selbständig ins Ziel, bis auf Prellungen dürfte sie ohne Verletzungen davongekommen sein.
(wie)

Erstellt: 25.01.2020, 10:21 Uhr

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