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«Dieser Erfolg bringt das Selbstvertrauen zurück»

Langlauf-Disziplinenchef Hippolyt Kempf hält Dario Colognas Triumph an der Tour de Ski für doppelt wertvoll – mit Blick auf Olympia.

«Mir fällt insbesondere auf, dass Dario technisch wieder einen Schritt vorwärts gemacht hat»: Chef Kempf ist zufrieden mit Cologna.
«Mir fällt insbesondere auf, dass Dario technisch wieder einen Schritt vorwärts gemacht hat»: Chef Kempf ist zufrieden mit Cologna.

Nach dem Triumph von Dario Cologna auf der Alpe Cermis blickt Kempf bereits Richtung Pyeongchang. Es gilt, das Sprungbrett Tour de Ski optimal für die in einem Monat beginnenden Olympischen Spiele zu nutzen.

«Dieser Erfolg bringt das Selbstvertrauen zurück», strich Hippolyt Kempf, der Disziplinenchef der Schweizer Langläufer, die Bedeutung von Colognas diesjährigem Tour-de-Ski-Sieg im Vergleich zu den Triumphen von 2009, 2011 und 2012 hervor. «Dario weiss nun: Ich bin wieder ganz vorne dabei, ich habe vieles richtig gemacht».

Sein Vorzeigeathlet habe nach den diversen Verletzungen all die Puzzle-Teile des Erfolges wieder zusammen gesetzt. «Mir fällt insbesondere auf, dass Dario technisch wieder einen Schritt vorwärts gemacht hat», fügte Kempf an.

Für Kempf kam Colognas überragender Sieg an der Tour de Ski, an der einzig der zu Saisonbeginn dominierende junge Norweger Johannes Hösflot Klaebo fehlte, unerwartet. Mit einem Sieg hat der Olympiasieger von 1988 in der Nordischen Kombination nicht gerechnet. «Ich bin positiv überrascht», konstatierte der 52-Jährige.

Nun gilt es, die richtigen Schlüsse zu ziehen, damit der dreifache Olympiasieger Cologna auch in Pyeongchang auf das Podest läuft. Dabei kann der Münstertaler auf Erfahrungswerte zurückgreifen, schliesslich beendete der 31-Jährige seine zehnte Tour de Ski. Die Auswertungen zeigen, dass er das populäre Etappenrennen als Rampe brauchen kann, um seine Form in einem zweiten Peak nochmals leicht zu steigern - sofern er gesund bleibt.

Lohnende Pause heisst das Stichwort. «Nun muss Dario die Emotionen und die Müdigkeit zuerst einmal richtig rauslassen», erklärte Kempf den Ablauf. Ein Etappenrennen gehe in allen Belangen an die Substanz. Nach rund zehn Tagen erfolge dann wieder ein sauberer Aufbau. Erst danach steht das Tapering für den nächsten Höhepunkt an.

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