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Drama um Feuz – Paris siegt in Kitzbühel

Die Startnummer 13 bringt Beat Feuz in der Hahnenkamm-Abfahrt kein Glück. Dabei war der Berner dem Sieg schon ganz nah.

Alexander Kühn
Im Netz statt auf dem Podest: Beat Feuz war der Pechvogel in Kitzbühel.
Im Netz statt auf dem Podest: Beat Feuz war der Pechvogel in Kitzbühel.
Keystone
Kurz vor dem Sturz: Feuz' Vorsprung betrug über sieben Zehntel.
Kurz vor dem Sturz: Feuz' Vorsprung betrug über sieben Zehntel.
Keystone
Wie schon 2013 der Schnellste: Dominik Paris liegt die Streif.
Wie schon 2013 der Schnellste: Dominik Paris liegt die Streif.
Keystone
Siegerfaust: Paris schwingt jubelnd ab.
Siegerfaust: Paris schwingt jubelnd ab.
Reuters
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Es hätte der grosse Tag von Beat Feuz werden können. Bei der letzten Zwischenzeit lag der Schweizer noch mit über sieben Zehnteln Vorsprung an der Spitze, dann aber wählte er bei der Hausbergkante eine zu direkte Linie. Das Ziel schon vor Augen, hob er ab und krachte in die Sicherheitsnetze. Nach ein paar bangen Minuten kam wenigstens die Entwarnung: Feuz blieb unverletzt und konnte unter grossem Jubel des Publikums doch noch über die Ziellinie fahren.

«Ich war unheimlich schnell unterwegs und bin wie im Training in die Traverse reingefahren. Eigentlich dachte ich, dass die Richtung stimmt. Dann habe ich aber einen Schlag auf die Ski bekommen. Mir war klar, wie das enden würde, also habe ich versucht, möglichst mit dem Rücken voran in den Netzen zu landen», erklärte Feuz gegenüber dem Schweizer Fernsehen. Schmerzen habe er keine. Sein Hinken sei nur das normale Hinken nach einem harten Rennen.

Wegen Feuz' Missgeschick behielt Dominik Paris die Führung. «Beat ist ein guter Freund, sein Sturz war ein Schock für mich», sagte der Südtiroler und orakelte, das seine Zeit wohl nicht für den Sieg reichen würde. «Ich bin oben nicht richtig ins Fahren gekommen, und am Hausberg ist mir ein Fehler unterlaufen.»

Fahrer um Fahrer, darunter auch Carlo Janka, bissen sich an Paris' Zeit aber die Zähne aus. Zittern musste der Leader erst wieder, als Johan Clarey ins Ziel kam. Der Franzose büsste mit der Nummer 20 nur 33 Hundertstel ein, was letztlich zum 3. Rang reichte. Direkt hinter Paris reihte sich mit Valentin Giraud Moine ein weiterer Athlet aus dem französischen Team ein. Der Überraschungsmann kam bis auf 21 Hundertstel an die Siegerzeit heran. Für Paris ist es der zweite Triumph in Kitzbühel, hier hatte er schon vor vier Jahren gewonnen.

Carlo Janka war als Fünfter der beste Schweizer. Bei der dritten Zwischenzeit hatte er sogar noch mit fünf Zehntelsekunden Vorsprung auf Paris geführt, im Zielschuss fehlte es dem für einen Abfahrer leichtgewichtigen Bündner aber am Speed. Während die Schnellsten Tempi von rund 140 km/h erreichten, waren es bei Janka 135 km/h. «Ein Podestplatz oder ganz vorne, das war mein Ziel. Doch meine Linie stimmte an einigen Stellen nicht ganz», resümierte er.

Die Österreicher mussten in ihrem Heimrennen eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Super-G-Sieger Matthias Mayer war als Achter noch der beste ÖSV-Rennfahrer, Hannes Reichelt wurde nach einem kapitalen Fehler Neunter. Max Franz, einer der ganz grossen Favoriten, verlor nach 20 Fahrsekunden einen Ski und schied aus.

Kitzbühel. Weltcup-Abfahrt der Männer: 1. Dominik Paris (ITA) 1:55,01. 2. Valentin Giraud Moine (FRA) 0,21 zurück. 3. Johan Clarey (FRA) 0,33. 4. Peter Fill (ITA) 0,40. 5. Carlo Janka (SUI) 0,44. 6. Erik Guay (CAN) 0,49. 7. Adrien Théaux (FRA) 0,71. 8. Matthias Mayer (AUT) 0,75. 9. Hannes Reichelt (AUT) 0,82. 10. Steven Nyman (USA) 0,84. - Ferner: 17. Klaus Kröll (AUT), Christof Innerhofer (ITA) 1,53. 24. Aleksander Kilde (NOR) 1,82. 28. Ralph Weber (SUI) 1,93. 35. Patrick Küng (SUI) 2,11. 36. Kjetil Jansrud (NOR) 2,18. 37. Niels Hintermann (SUI) 2,32. 52. Gian Luca Barandun (SUI) 6,83. - 61 Fahrer gestartet, 53 klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Beat Feuz (SUI), Nils Mani (SUI), Urs Kryenbühl (SUI) und Max Franz (AUT).

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