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Ein Störenfried, den alle mögen

Hannes Reichelt ist nach zwei zweiten Plätzen ein verdienter Lauberhornsieger.

Das Leichtgewicht wird ein Schwer­gewicht: Hannes Reichelt. Foto: Urs Jaudas
Das Leichtgewicht wird ein Schwer­gewicht: Hannes Reichelt. Foto: Urs Jaudas

Beat Feuz vor Carlo Janka und Patrick Küng. Es wäre ein Ergebnis gewesen, das zum schon fast kitschigen Wintertag im Berner Oberland gepasst hätte, eine Weltcuppremiere am Lauberhorn. Ein 34-jähriger Österreicher, der zu Beginn der Woche noch unter einer fiebrigen Erkältung gelitten hatte, verhinderte, dass es nicht dazu kam: Hannes Reichelt. Er sei, weil ihm die Kraft fehlte, deshalb zwar schon in den Kurven der Langentreyen «blau» gewesen, sagte er, doch irgendwie habe er sich noch einmal einen Schub gegeben. Es genügte, dass er am Ziel jubeln konnte, und weil er einer der sympathischsten Fahrer ist im Weltcup, konnte ihm das niemand verübeln. Es musste einer schon ein ­übler Chauvinist sein, wenn er Reichelt diesen Sieg nicht gönnte. Ein Sieg, der eine Woche vor Kitzbühel den österreichischen Katzenjammer vertrieb. In den vier Abfahrten zuvor hatte nur Matthias Mayer (Zweiter in Santa Caterina) auf dem «Stockerl» gestanden.

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