Zum Hauptinhalt springen

Gut-Behrami und Suter erneut ganz vorne

Die Schweizerinnen haben heute allen Grund zu feiern. Neben dem Doppelsieg sichert sich Corinne Suter vorzeitig die kleine Kristallkugel in der Abfahrt.

mob
Historischer Erfolg: Seit 1991 gewinnt erstmalig eine Schweizerin die kleine Kristallkugel in der Abfahrt.

Die Schweizer Festspiele in Crans-Montana gehen weiter. Wie 24 Stunden zuvor feiern die Schweizerinnen auch am Samstag einen Doppelsieg – und wieder triumphiert Lara Gut-Behrami vor Corinne Suter. Dritte wird die Österreicherin Nina Ortlieb.

Die Tessinerin, beflügelt von ihrem ersten Sieg seit zwei Jahren, fuhr auf der Piste Mont Lachaux wie zu ihren besten Zeiten und reüssierte mit Startnummer 17. Was noch mehr Respekt verdient: Die Unterlage hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ziemlich unter den hohen Temperaturen gelitten. «Es ist cool, dieses Erlebnis wieder mit Corinne teilen zu können», meinte Gut-Behrami. «Sie hat die Kugel echt verdient gewonnen.» Zu ihrer Leistung sagte sie: «Kannst du zweimal nacheinander gewinnen, ist das umso schöner. Das gestern war unerwartet, und was unerwartet ist, ist speziell.»

Das nächste Ausrufezeichen von Suter

Als Gut-Berahmi im Zielraum die Arme in die Höhe riss, flossen bei Suter bereits die Freudentränen. Weil die Schwyzerin zu diesem Zeitpunkt schon wusste, dass sie etwas ganz Grosses erreicht hatte: Suter gewinnt die Abfahrtswertung, sichert sich damit die kleine Kristallkugel. Es ist das nächste Ausrufezeichen, das die 25-Jährige in ihrer Karriere setzt. Vor Jahresfrist hatte sie an der WM in Are (SWE) Silber in der Abfahrt und Bronze im Super-G gewonnen – ohne zuvor im Weltcup je einen Podestplatz erreicht zu haben.

Seither geht es für Suter vor allem in eine Richtung: bergauf. In dieser Saison hat sie die Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee und den Super-G in Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Und doch wirkte für sie am Samstag alles irgendwie surreal. «Ich habe bis jetzt nicht damit gerechnet, deshalb konnte ich so befreit fahren», sagte sie gegenüber SRF.

Historische Komponente

Die «super Vorbereitung» im Sommer habe ihr geholfen, vor allem aber die gewonnene mentale Stärke: «Nun traue ich mir mehr zu, am Limit zu fahren, die Ski laufen zu lassen.» Und genau das demonstrierte sie am Samstag auch in Crans-Montana. Ihre Fahrt war nicht perfekt – aber sie versprühte nicht den Hauch von Verunsicherung, attackierte von oben bis unten.

Der Disziplinensieg Suters hat auch eine historische Komponente: Die letzte Schweizerin, die in der Abfahrt die Kristallkugel gewann, war Chantal Bournissen vor 29 Jahren. Und: Die Erfolgsgeschichte Suters könnte bald um ein Kapitel erweitert werden: Denn auch in der Super-G-Wertung liegt sie vorne.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch