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Gute Schweizer Chancen trotz Podestfluch in Adelboden

Wer ist Favorit, wie sind die Aussichten der Schweizer? Das müssen Sie vor dem Riesenslalom am Chuenisbärgli (Start 10.30 Uhr) wissen.

Justin Murisier, in diesem Winter schon Vierter und Fünfter, ist der Hoffnungsträger der Einheimischen.
Justin Murisier, in diesem Winter schon Vierter und Fünfter, ist der Hoffnungsträger der Einheimischen.
Keystone

Und wer ist Favorit?

Marcel Hirscher scheint trotz Saisonvorbereitung eine Stufe über Pinturault, Kristoffersen und Co. zu stehen. Der Österreicher avancierte bereits wieder zum Seriensieger. In Adelboden holte sich Hirscher bislang fünf Siege, sieben weitere Male stand er seit 2010 auf dem Podest.

Was ist den Schweizern am Chuenisbärgli zuzutrauen?

2017 sorgte Daniel Yule als Slalom-Achter für die einzige Schweizer Top-10-Platzierung des Wochenendes. In diesem Jahr ist von der Swiss-Ski-Delegation, die im Riesenslalom zehn und im Slalom sieben Fahrer umfasst, mehr zu erwarten: Justin Murisier, in diesem Winter im Riesenslalom einmal Vierter (Alta Badia) und Fünfter (Beaver Creek), sowie das Slalom-Duo Luca Aerni (Zweiter in Madonna und Vierter in Levi) und Daniel Yule (jeweils Vierter in Madonna und Levi) sind in Form. Seit zehn Jahren und dem Riesenslalom-Doppelsieg durch Marc Berthod und Daniel Albrecht sind die Schweizer bei ihrem Heimrennen schon ohne Podestplatz.

Wie ist das Wetter?

Es ist... ...ausgezeichnet!

Was sagt der Schweizer Cheftrainer?

Ausser im Super-G laufe es ganz okay, sagt Thomas Stauffer. Der Berner Oberländer nimmt die 15 Top-6-Rangierungen seit Saisonbeginn - das sind zu diesem Zeitpunkt mehr als in den drei vorherigen Jahren zusammen - erfreut zur Kenntnis. Die Arbeit mit den Jungen beginne langsam zu greifen, das lasse ihn auch für Adelboden hoffen.

Wie viele Zuschauer werden im Berner Oberland erwartet?

«Die Tribüne im Ziel mit Platz für knapp 5000 Zuschauer ist ausverkauft. Wenn es wie im letzten Jahr über die zwei Renntage 40'000 Zuschauer sein werden, dann müssen wir zufrieden sein», sagte Peter Willen - dies allerdings vor dem Murgang und der 36-stündigen Strassensperre. Der langjährige OK-Präsident, seit 1995 im Amt, verspricht trotz der schwierigen Wetterbedingungen der letzten Tage, «dass in Adelboden zwei weltcupwürdige Rennen stattfinden werden. Umso mehr, da vor allem der Samstag bezüglich Wetter sehr stabil aussieht.»

Was lief letztes Jahr in Adelboden?

Im Riesenslalom gelangte zunächst Alexis Pinturault zu seinem ersten Triumph am Chuenisbärgli. Der Franzose gewann mit vier Hundertsteln Vorsprung auf Marcel Hirscher. Im Slalom am Sonntag siegte der Norweger Henrik Kristoffersen 1,8 Sekunden vor Manfred Mölgg. Hirscher wurde Dritter.

Wie geht es nach Adelboden weiter?

Kommende Woche folgen die Rennen in Wengen, wo am Dienstag das erste Abfahrtstraining durchgeführt werden soll. Traditionell werden am Lauberhorn mit Kombination (Freitag), Abfahrt (Samstag) und Slalom (Sonntag) drei Rennen ausgetragen. Nach Wengen macht der Weltcup bis zu den Olympischen Spielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) noch in Kitzbühel, Schladming, Garmisch und Stockholm Halt.

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