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Hiobsbotschaft für Iouri Podladtchikov

Der Zürcher Olympiasieger und WM-Zweiter in der Halfpipe hat einen Kreuzbandriss erlitten. Trotzdem bleibt er optimistisch.

Die andere Seite des Risikos: Der Zürcher WM-Silbermedaillengewinner von Spanien hat sich beim letzten Sprung gravierend verletzt. (3. November 2014)
Die andere Seite des Risikos: Der Zürcher WM-Silbermedaillengewinner von Spanien hat sich beim letzten Sprung gravierend verletzt. (3. November 2014)
Steffen Schmidt, Keystone
Geschafft: Iouri Podladtchikov steht als Sieger in der olympischen Halfpipe-Prüfung fest.
Geschafft: Iouri Podladtchikov steht als Sieger in der olympischen Halfpipe-Prüfung fest.
Keystone
Christian Haller läuft es im Final nicht wunschgemäss. Am Ende ist er Elfter.
Christian Haller läuft es im Final nicht wunschgemäss. Am Ende ist er Elfter.
Keystone
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Der Sturz im letzten Sprung des dritten WM-Finallaufs hatte für Iouri Podladtchikov schwerwiegende Folgen: Der zweitklassierte Zürcher zog sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu.

Diesmal hat ihn sein Gefühl für den eigenen Körper im Stich gelassen. Am Abend nach dem Erringen seiner dritten WM-Medaille hatte der Halfpipe-Olympiasieger mit einer «mittelschlimmen Verletzung und vielleicht ein paar Wochen Pause» gerechnet. Ein Kreuzbandriss würde aus verschiedenen Gründen nicht zur Geschichte passen, sagte Podladtchikov am Samstag.

Die bisher schwerste Blessur

Bei der Rückkehr aus der Sierra Nevada förderte ein MRI-Untersuch in Zürich die bislang schwerste Verletzung in Podladtchikovs Karriere zutage. In der Schweiz wird beim Kreuzbandriss eines Sportlers von einem Heilungsverlauf von rund neun Monaten ausgegangen. Das würde bedeuten, dass er gemäss Theorie im Dezember wieder voll belasten könnte.

Im Kopf des Halfpipe-Spezialisten dürfte es allerdings ein wenig anders aussehen. Bei anderen, weniger gravierenden Verletzungen in der Vergangenheit hatte sich Podladtchikov – entgegen jeder Prognose der Ärzte – viel früher zurückgemeldet. Etwa bei einer Knochenabsplitterung und Bänderriss im Fuss, erlitten Ende November 2014, wurden ihm drei Monate Pause diagnostiziert. Anderthalb Monate später wurde er an der WM in Kreischberg ohne Training Vierter.

Wakesurfen als Therapie

Die Idee ist, dass Podladtchikov in drei Monaten mit Wakesurfen das Feingefühl für das Knie animieren soll. Für Ende September ist geplant, wieder in die Halfpipe (in Saas-Fee) einfahren können. Noch bevor er am Donnerstag in St. Moritz operiert wird, hat der WM-Zweite mit Physiotherapie und Aquafit begonnen. «Ich werde weiterhin alles geben und alles meinen Vorbereitungen unterordnen», sagte Podladtchikov in einer ersten Reaktion. Seinen Trainer Pepe Regazzi hatte er noch am späten Abend nach dem MRI wissen lassen: «Ich heile bereits.»

Regazzi macht sich keinerlei Sorgen um seinen prominenten Schützling. «Wenn es jemand schafft, dann Iouri», sagte der Tessiner. «Ich sehe es als Chance. Die Vorarbeit im technischen Bereich ist erledigt. Nun kann sich Iouri voll auf das Mentale und auf den sauberen physischen Aufbau konzentrieren. Und das wird ihn noch stärker machen als davor.»

Risiko fährt mit

Podladtchikovs Reaktion auf den Rückschlag in der Olympia-Vorbereitung fiel nüchtern aus: «Ich habe alles gegeben an diesem Wettkampf, das war auch die richtige Einstellung. Das Risiko fährt immer mit, damit müssen wir als Sportler immer rechnen.»

Das schwerwiegende Malheur war Podladtchikov im letzten Sprung seiner Wettkampf-Saison unterlaufen. Bei der Landung des letzten Manövers im dritten und letzten Finallauf der WM in der Sierra Nevada war er heftig gestürzt. Er fiel dabei auf das rechte Knie und seitlich auf den Kopf. Immerhin Letzteres blieb folgenlos.

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