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Hählen mit erstem Podestplatz im Super-G

Die Schweizerin wird in Sotschi Dritte. Corinne Suter und Lara Gut-Behrami runden das gute Teamergebnis ab.

Wenn es läuft, dann läuft es: Joana Hählen steht neun Tage nach ihrem dritten Platz in der Abfahrt auch im Super-G erstmals auf dem Podest. (Video: SRF)

Überzeugt war sie gar nicht nach ihrer Fahrt. Und sie erwartete auch nicht, dass sie lange auf dem Leadersessel im Schneeregen von Rosa Khutor sitzen würde. «Da fährt schon noch eine vorne rein», sagte Corinne Suter im Ziel. Schliesslich scheiterten neun Fahrerinnen an ihrer Zeit. Dann kam Federica Brignone, diese erfahrene Italienerin. Es kam Sofia Goggia, deren Landsfrau und da war plötzlich auch Joana Hählen. Suters Prophezeiung bewahrheitete sich, sie verpasste schliesslich gar das Podest.

Aber da war ja Hählen, so etwas wie die Schweizer Aufsteigerin des Winters. «Nice Skiing», fand Leaderin Brignone, als die Simmentalerin bei ihr vorbeikam. Vor neun Tagen stand sie erstmals auf dem Podest, das war in der Abfahrt von Bansko. Nun legte sie im Super-G von Sotschi nach. Dazwischen lag ein übler Sturz in der zweiten Abfahrt von Bansko. Sie erholte sich erstaunlich schnell davon, griff an und fuhr am Limit – einmal war das Gesäss schon im Schnee, die 28-Jährige rettete sich stark.

Erlösender Podestplatz

«Es war eine Erlösung, endlich ein Podest zu haben», sagte Hählen zum dritten Platz von Bansko. Dass es jetzt im Super-G auch klappte, bedeute ihr viel, ihre Ergebnisse in dieser Disziplin seien bisher ja «sehr schlecht» gewesen. Vor einer Woche, ebenfalls in Bansko, fuhr sie auf Rang 17, in den Rennen davor verpasste sie einmal die Punkte und schied einmal aus. Sie habe oben Zeit verloren, «unten ging es dann sehr gut auf», erklärte sie.

Die Verhältnisse in Sotschi waren nicht gut. «Die Piste wechselt extrem», sagte Suter. Und Gut-Behrami fand das Ganze «komisch zum Fahren», klebrig und überhaupt schwierig zu interpretieren. Sie habe den Ski nicht immer zum Laufen gebracht. Und doch kamen die Schweizerinnen neben den Italienerinnen am besten mit diesen Schwierigkeiten zurecht. Auch Gut-Behrami war zufrieden, sie wurde Sechste und rundete ein gutes Teamresultat ab.

Brignone neue Disziplinen-Leaderin

Mit dem vierten Platz verpasste dafür Suter die Führung in der Disziplinenwertung. Mikaela Shiffrin hatte ihrer Konkurrenz mit ihrem Verzicht die Möglichkeit geboten, sie im Rennen um die kleine Kristallkugel im Super-G zu überholen. Nun ist es Brignone, die oben steht. Die Mailänder Riesenslalomspezialistin gewann in Russland zum 14. Mal im Weltcup, zum vierten Mal in dieser Saison. Sie hat 16 Punkte Vorsprung auf Suter.

Resultat: 1. Federica Brignone (ITA) 1:25,33. 2. Sofia Goggia (ITA) 0,20 zurück. 3. Joana Hählen (SUI) 0,34. 4. Corinne Suter (SUI) 0,42. 5. Stephanie Venier (AUT) 0,55. 6. Lara Gut-Behrami (SUI) 0,68. 7. Anna Veith (AUT) 0,69. 8. Viktoria Rebensburg (GER) 0,87. 9. Romane Miradoli (FRA) 0,97. 10. Ester Ledecka (CZE) 1,24.

Ferner: 16. Jasmine Flury (SUI) 2,19. 26. Nathalie Gröbli (SUI) 3,53. - 43 Fahrerinnen gestartet, 31 klassiert. - Ausgeschieden u.a.: Priska Nufer (SUI) und Tina Weirather (LIE).

Stand Super-G-Weltcup:

1. Federica Brignone (ITA) 216 Punkte. 2. Corinne Suter (SUI) 200 3. Mikaela Shiffrin (USA) 186. 4. Sofia Goggia (ITA) 180. 5. Viktoria Rebensburg (GER) 180 6. Lara Gut (SUI) 167. 7. Stephanie Venier (AUT) 145. 8. Nicole Schmidhofer (AUT) 126. 9. Marta Bassino (ITA) 93. 10. Nina Ortlieb (AUT) 91

Stand Gesamtweltcup:

1. Mikaela Shiffrin (USA) 1225 Punkte. 2. Federica Brignone (ITA) 955. 3. Petra Vlhova (SVK) 830. 4. Marta Bassino (ITA) 620. 5. Wendy Holdener (SUI) 493. 6. Corinne Suter (SUI) 472. 7. Viktoria Rebensburg (GER) 456. 8. Sofia Goggia (ITA) 429. 9. Michelle Gisin (SUI) 410. 10. Lara Gut-Behrami (SUI) 338

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