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«Ich mache keine Kompromisse»

Im SRF-Interview spricht Iouri Podladtchikov über seine doppelten Olympiapläne und verrät, welche Disziplin ihm im Zweifelsfall wichtiger ist.

Hoch hinaus: Iouri Podladtchikov hat strenge Prioriäten.
Hoch hinaus: Iouri Podladtchikov hat strenge Prioriäten.
Video: Youtube, Reuters

Die Snowboardsaison hätte für das Schweizer Team nicht besser beginnen können. Im amerikanischen Copper Mountain feierten Pat Burgener und Iouri Podladtchikov in der Halfpipe einen Doppelsieg. Mit David Hablützel, Jan Scherrer und Christian Haller sprangen drei weitere Schweizer unter die besten 10. Bei den Frauen wurde Verena Rohrer Vierte.

Das Schweizer Team ist vor allem bei den Männern breit aufgestellt und gehört zur Weltspitze. Das gefällt dem Olympiasieger von Sotschi Iouri Podladtchikov: «Ich bin stolz, dass ich der Älteste bin und eine Leaderfunktion habe. Aber die früheren Kids im Team sind heute keine Kids mehr. Sie sind eigenständig und folgen mir nicht mehr auf Schritt und Tritt. Und das ist gut so.»

Dass die früheren Kids keine mehr sind, zeigte sich, als Burgener Podladtchikov in seinem letzten Lauf in Colorado noch überholte und den Zürcher so unter Druck setzte. «Ich musste in meinem letzten Lauf nochmals alles geben, damit ich den Sieg hätte holen können», erzählt Podladtchikov.

0,25 Punkte machten es aus: Mit diesem Lauf schlug Burgener Podladtchikov im letzten Lauf. Video: Youtube

Als er es nicht schaffte und Burgener tatsächlich gewann, musste der Zürcher schmunzeln. «Die ganze Woche haben wir zusammen Gitarre gespielt und gekocht, und dann schlägt er mich. Nimmt mir sozusagen mein Spielzeug weg», lacht der Olympiasieger. Er sei froh, war es ein Teamkollege, das sei für ihn ein positiver Ansporn.

Den zweiten Platz an diesem FIS-Event kann Podladtchikov verkraften, denn für ihn zählt vor allem eines: die Titelverteidigung in etwas mehr als einem Jahr in Pyeongchang. Podladtchikov sagt: «Für mich gilt: 2018 oder gar nichts. Ich mache keine Kompromisse im Hinblick auf Südkorea.»

Als im Sommer entschieden wurde, dass Skateboarden bei den nächsten Sommerspielen 2020 olympisch ist, hatte Podladtchikov nämlich Ambitionen gehegt, dort auch noch an den Start zu gehen. «Ich bin sozusagen auf dem Skateboard aufgewachsen, skate heute noch sehr oft. Ich denke schon, dass ich eine Teilnahme schaffen kann», so Podladtchikov.

Dass sein Traum von der Teilnahme an Olympia als Skateboarder im Notfall jenem als Snowboarder zum Opfer fällt, ist für Podladtchikov aber klar. «Ich ordne momentan alles der Titelverteidigung in der Halfpipe unter, die Prioritäten sind streng vergeben», sagte der Zürcher gegenüber SRF.

Trotzdem lässt er den Sommer-Olympia-Traum nicht los. Er habe schon einiges geplant für die Zeit nach Pyeongchang. Ab 2018 wird er neben einem Skateplatz wohnen, damit er jederzeit trainieren kann.

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