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«Ich musste egoistischer werden»

Bodenständig und nahbar: So will Corinne Suter (24) auch nach ihrem doppelten Medaillengewinn an der WM bleiben. Foto: Fabienne Andreoli

Wie fühlt es sich an, ein Star zu sein?

Aber als zweifache WM-Medaillengewinnerin ändert sich für Sie gewiss einiges.

«Ich fahre nicht Ski, um Geld zu verdienen. Sondern weil es meine Leidenschaft ist.»

Ein Interview hier, ein Auftritt da, ein Empfang in Schwyz – wurde es Ihnen nicht zu viel?

Klingt nach Anstrengung.

Die WM-Medaillen machen Sie sicher zu einer reichen Frau . . .

Klarkommen müssen Sie damit, dass nicht nur über Sie als Skifahrerin diskutiert wird, sondern auch über Nebensächlichkeiten. Zum Beispiel, wenn Sie im österreichischen Fern­sehen auf Schweizerdeutsch Auskunft geben.

Nach Ihrer Rückkehr aus Schweden bewältigten Sie die Medientermine in Ihrem Elternhaus in Schwyz. Wieso daheim?

«Mir gefällt das Urchige, das Traditionelle, die Berge, der See: Ich habe hier alles.»

Nehmen Sie es auch so wahr, dass sich alle mit Ihnen über die Erfolge freuen?

Nicht alle?

Nach Ihrer Bronze-Fahrt im Super-G flossen Freudentränen. Sind Sie ein emotionaler Mensch?

Sagten Sie sich einfach: Ich fahre einmal, dann schaue ich, was dabei herauskommt?

Gab es einen Moment, in dem Sie an den letzten Sommer dachten, als nach einer Blutvergiftung die Amputation des rechten Fusses drohte?

Dachten Sie schon einmal ans Aufhören?

Sie sagten einmal: «Den grössten Druck mache ich mir selber, obwohl ich das immer etwas verdränge.» Wie war das an der WM?

Sind Sie eine Perfektionistin?

Wirklich?

Wie gehen Sie mit Erfolgsdruck um?

Wie haben Sie Kolleginnen geholfen?

Ablenken kann auch ein Sturz einer Fahrerin vor Ihnen. Wie gehen Sie damit um?

Kennen Sie Versagensängste?

Sie sind in Schwyz verwurzelt. Was gibt Ihnen diese Gegend?

Und Ihnen gefallen auch Schwingfeste.

Wovon träumen Sie?

Was gönnen Sie sich in den Ferien nach der Saison?

Was bedeutet Ihnen Luxus?