«Ich will der sein, der sich nicht in die Hose macht»

Boxtraining, Ballettunterricht – Iouri Podladtchikov geht für Olympia wieder einmal eigene Wege. Aus gutem Grund: Er will sich überlegen fühlen.

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Iouri Podladtchikov war beim Notar, ­darum die Verspätung. Er nimmt Platz, blättert durch die Speisekarte und sagt: «Unglaublich, wie viele Unterschriften dafür nötig sind.»

Podladtchikov, der Snowboard-Olympiasieger von 2014, hat sich in Zürich eine Wohnung gekauft. Sie wird erst noch gebaut, er kann sie nach seinen Wünschen gestalten. Bezugsbereit ist sie im ersten oder zweiten Quartal 2018. Dort als zweifacher Olympiasieger einziehen: Das ist der Plan. Pyeongchang 2018 werden seine fünften und wahrscheinlich letzten Winterspiele sein – aber nicht seine letzten Spiele überhaupt. Die Teilnahme als Skateboarder an den Sommerspielen 2020: Das ist Podladtchikovs anderer Plan.

Die Wohnung ist eine Loft, riesig gross, sie soll zu seinem ganz persönlichen Ort der Künste werden, ein Ort für Fotografie, Architektur, Formen. Aber sie soll auch der Ort sein, von wo aus er das Abenteuer Sommerspiele in Angriff nimmt, denn sie liegt in Fussdistanz zum Skatepark Brunau, am Eingang der Stadt. Bis dahin ist Podladtchikov aber Snowboarder, diese Woche zum Beispiel bei den Laax Open, einem der wichtigsten Wettkämpfe der Saison.

Als wir uns kürzlich schon einmal begegnet sind, hatten Sie den Finger einbandagiert. Waren Sie gestürzt?
Das auch. Aber am Finger verletzt hatte ich mich in der Küche. Ich wollte mit dem Fleischmesser den Kern aus der Avocado picken und bin abgerutscht.

Und gestürzt waren Sie auch?
Mitte Dezember in den USA, im zweiten Qualifikationslauf der Revolution Tour. Sehr tollpatschig, völlig unnötig. Ich war bereits für den Final qualifiziert und hätte nichts riskieren müssen. Es war ein Vorbereitungswettkampf. Aber ich gab Gas und landete auf dem Rand der Halfpipe. Normalerweise kannst du einen solchen Sturz mit den Füssen ­abbremsen, aber in diesem Fall fiel ich direkt auf den Hintern. Das war überhaupt nicht in Ordnung, es tat höllisch weh. Ich musste drei Tage aussetzen.

Wenn du etwas erreichen willst, brauchst du Wände vor dem Kopf.

Kurz danach fand in Breckenridge, Colorado, der erste wichtige Wettkampf der Saison statt, ein Weltcup. Sie führten das Klassement bis fast zuletzt an – und mussten sich am Ende nur Ihrem Teamkollegen Pat Burgener geschlagen geben.
Das ist es ja! Der Sturz passte überhaupt nicht ins Bild. Ich war zu Beginn einer Saison noch nie derart weit wie jetzt.

Woher kommt das?
Angefangen hat es mit meinem Fitnesstrainer. Er mischt sich sonst nicht allzu sehr ein, aber Anfang 2016 sagte er: «Iouri, du willst zu viele Sachen gleichzeitig.» Er bezog sich nicht auf die Fotografie, mehr auf das Studium, das ich nach dem Olympiasieg begonnen hatte. Was er sagte, gab mir zu denken. Und dann führte das eine zum anderen. Weil ich vergass, eine Uni-Rechnung zu bezahlen, wurde ich im Sommer für die Dauer eines Semesters exmatrikuliert, und plötzlich hatte ich ganz viel freie Zeit. Ich gab mir die volle Packung: Bis auf eine Woche machte ich das komplette Vorbereitungsprogramm des Freestyle-Nationalteams mit. Die Fitnesstrainings in Tenero, die Koordinationstrainings in Davos, die Surftrainings in Spanien, die Snowboardtrainings in Frankreich und Neuseeland – ich war immer dabei.

Eine Art Kurskorrektur?
Kann man so sagen, ja. Hey, die Olympischen Spiele 2018 sind nah! Das ist mir im Sommer klargeworden. Und mir ist klargeworden, dass die Bedingungen vor den Spielen 2014 komplett anders waren: Ich hatte mit Quiksilver noch einen Grosssponsor, allein im Jahr 2013 verdiente ich rund eine Million Franken. Und mindestens die Hälfte davon floss direkt ins Snowboarden. Ich hatte meinen persönlichen Snowboardtrainer, einen Büroangestellten, meine persönliche Skateboardanlage. Nichts war mir zu teuer, wenn es nur dem Snowboarden diente. Das kann ich mir jetzt gar nicht mehr leisten, ich verdiene einen Viertel von damals. Dazu eben die Belastung durch das Studium. Ich kann nicht am Morgen im Hörsaal sitzen, am Mittag ins Fitness gehen, am Nachmittag wieder in den Hörsaal sitzen. Wenn ich trainiere, bin ich danach derart erschöpft, dass ich mich zwei Stunden hinlegen muss. Also habe ich an Tagen, an denen ich an der Uni war, gar nicht trainiert.

Sternstunde in Sotschi: Iouri Podladtchikov wird Olympiasieger. Video: Youtube

Schmerzt es, das Studium ­unterbrechen zu müssen?
Auch das ist mir klar geworden: Dass mir das Studium nicht davonläuft. Aber irgendwann bin ich zu alt, um mich im Snowboarden an der Spitze zu halten. Und als ich mir dessen bewusst war, war alles ganz leicht: Ich verkaufte meine Wohnung und zog zu meiner Mutter.

Aus Kostengründen?
Nein, nein. Ich erinnerte mich an eine Geschichte, die mir mein Vater (ein Universitätsprofessor, Anm. d. Red.) einmal erzählt hatte. Als er jung war, las er wie ein Verrückter Bücher. Er verschlang sie. Dann zog er nach Montreux, an diesen wunderschönen Ort am Wasser, und ertappte sich dabei, wie er immer früher von der Arbeit nach Hause ging, zum Beispiel um den Sonnenuntergang zu ­sehen. Früher hatte er nur die Bücher gehabt, die er bestaunen konnte, und dann entdeckte er, wie prächtig die Welt um ihn herum ist. Mir ging es ähnlich. Nach dem Olympiasieg kaufte ich mir diese riesige Wohnung im Kreis 6 mit Dachterrasse und wahnsinniger Aussicht – und auf einmal war alles bequem. Die Wohnung fühlte sich wie ein Thron für den Olympiasieger an, ich genoss es ungemein.

Aber die Ablenkung war zu ­verführerisch.
Wenn du etwas erreichen willst, brauchst du Wände vor dem Kopf, darfst nicht links und nicht rechts schauen. ­Darum bin ich zu meiner Mutter nach Wallisellen gezogen. Es ist wie ein Nest, ein Rückzug. Den Tag durch erledige ich meine Sachen in Zürich, und am Abend bin ich in Wallisellen, weg von allem.

Fast wie vor den Spielen in Sotschi, als Sie in Wollerau lebten.
Je weniger Ablenkung, desto besser.

Obwohl die Ablenkung auch Teil Ihres Erfolgs ist. Die Fotografie, das Skateboardtraining, die Partys – all das, sagen Sie, hat Sie auch als Snowboarder besser gemacht.
Ablenkung ist wichtig, aber es gibt für Ablenkung eine gute und eine schlechte Zeit. Eine gute Ablenkung ist, wenn man sie jederzeit abrufen kann. Eine schlechte Ablenkung ist, wenn sie immer um dich herum ist. In der Ablenkung zu wohnen – das geht nicht. Das ist, wie wenn du eine Wohnung über einer Bäckerei beziehst. Du kannst dich den feinen Gerüchen einfach nicht entziehen. Wo du wohnst, bestimmt sehr fest, welchen Tagesablauf du hast.

Die Bedingungen vor Sotschi waren komplett anders: Allein 2013 verdiente ich rund eine Million Franken.

Wenn Sie jetzt noch einen Viertel von dem verdienen, was Ihnen 2013 zur Verfügung stand: Gefährdet das dann nicht die Olympiamission 2018?
Es haben sich ja auch einige Dinge zum Besseren gewendet. Zum Beispiel stehen das Trampolin und die Skateboard­anlage, die ich vor Sotschi selbst finanzierte, inzwischen in Davos, bezahlt vom Verband. Und in Laax verfügen wir neuerdings über die grösste und beste Halfpipe der Welt. All die Reisen, die vor Sotschi nötig waren, um Schnee und gute Trainingsbedingungen zu finden – die braucht es kaum noch.

Arbeiten Sie an einem neuen Trick?
Mein Traum vom perfekten Run sieht so aus: Beim zweitletzten Hit zeige ich den Yolo Flip, beim letzten einen Double Backside Alley-Oop Rodeo.

Können Sie den erklären?
Vereinfacht gesagt, ist es ein doppelter Salto über die Querachse des Snowboards. Das Snowboard bewegt sich bergwärts, der Körper talwärts. Einerseits verschafft mir der Trick eine zusätzliche Variation in meinem Run, andererseits ist auch der Schwierigkeitsgrad extrem hoch. In Halfpipes, die lang genug für sechs Sprünge sind, habe ich meine Runs bisher häufig mit einem ­Alley-Oop Rodeo beendet. Und letzten Frühling im Training ist mir nun endlich der Double Backside Alley-Oop Rodeo geglückt. Ich hoffe, dass er mir diese ­Saison auch im Wettkampf gelingt. Eine Faustregel besagt, dass du an den Olympischen Spielen nur jene Tricks stehst, die du bereits ein Jahr zuvor beherrscht hast. Der olympische Wettkampf besteht aus zwei Läufen, alles ist so schnell zu Ende. Wenn dir der perfekte Lauf gelingen soll, darfst du die Grenzen nicht zu sehr ausreizen, sonst geht es schief.

In Sotschi ist es beinahe ­schiefgegangen.
Wenn ich an meinen Goldlauf denke, muss ich sagen: Da trieb ich es eigentlich ein bisschen zu weit. Der perfekte Lauf müsste leichter daherkommen. Das ist überhaupt mein Ziel im Hinblick auf 2018: dass meine Läufe nicht mehr an eine Zwängerei erinnern.

Premiere des berühmten Yolo-Flips bei den X-Games 2013. Video: Youtube

Gehen Sie nicht genau darum seit gut einem Jahr ins Ballett?
Das war die Idee. Ich wollte, dass ich durch das Ballett zu einer feineren, ­ästhetischeren Fahrweise finde. Aber ich musste feststellen, dass das Balletttraining auch einen negativen Einfluss hat. Ich merkte, dass ich mindestens ebenso sehr das Boxtraining brauche, das ich neuerdings in New York besuche.

In New York?
Ich habe dort seit ein paar Monaten eine kleine Wohnung.

Fürs Boxtraining?
Für die Fotografie. Ich schaue mir Ausstellungen an, lerne Kuratorinnen und Kuratoren kennen, ziehe mit ihnen um die Häuser. Das ist alles sehr cool, ich liebe den Vibe dieser Stadt. Und ­zwischendurch gehe ich eben auch ins Fitness, wie viele New Yorker, oder ins Boxtraining.

Wozu das Boxtraining?
Für die Härte. Mir ist aufgefallen, dass viele Snowboarder Anfang Saison ­immer eine halbe Ewigkeit brauchen, bis sie richtig im Rhythmus sind – ich ebenso. Und ich glaube, dass das zumindest in meinem Fall daran liegt, dass wir den Sommer durch nicht oft genug an unsere Grenzen gehen. Mein Ziel war, schon im Sommer ab und zu das Adrenalin zu spüren. Ich will, dass mein Snowboarden leicht ausschaut, ganz ohne Härte. Aber wenn ein Schneesturm tobt und sich alle in die Hose machen vor der Vorstellung, sich jetzt in die Pipe zu stürzen – dann will ich der sein, der sich nicht in die Hose macht. Ich glaube, dass mir das zunehmend besser gelingt. Auch darum war ich so erstaunt über den Sturz Mitte Dezember.

Ich will, dass die Leute nicht mehr überrascht sind, wenn ich Gold gewinne.

Der Yolo Flip ist der Trick, der Sie berühmt gemacht und Ihnen den Olympiasieg eingebracht hat. Können Sie ihn inzwischen problemlos abrufen?
Er ist nach wie vor eine Baustelle, und es braucht perfekte Bedingungen, damit er mir gelingt. Aber ich glaube, dass mich diese Saison weiterbringt. Ich fühle mich wie in der Saison vor den Olympischen Spielen in Sotschi. Ich habe kaum noch Erinnerungen an damals, so sehr befand ich mich im Tunnel.

Was ist das Ziel für die vorolympische Saison?
Ich will noch strebsamer werden. Ich will weiter sein als alle anderen, in allem und jederzeit, will mich überlegen fühlen.

Und das Ziel für die Olympischen Spiele 2018? Die Goldmedaille oder der perfekte Run?
Ich will, dass die Leute nicht mehr überrascht sind, wenn ich Gold gewinne. Anders gesagt: Ich will, dass sie überrascht sind, wenn ich nicht Gold gewinne. Ich will, dass es so ist wie in ­Breckenridge: dass die Leute erstaunt sind, wenn ich gegen Pat Burgener verliere.

???? tricky•tuesday ???? @snowparklaax ???? ????: @stephan_maurer thank you @laax ????

Ein von Iouri Podladtchikov (@iouripodladtchikov) gepostetes Video am

Podladtchikov zeigt im Training den Double Backside Alley-Oop Rodeo (Quelle: Instagram)

Fühlten Sie beim Olympiasieg 2014 zu wenig Wertschätzung?
In Sotschi war es so: Mir war jederzeit völlig bewusst, dass ich auf einem schmalen Grat wandle. Wenn mir der Yolo Flip nicht gelungen wäre, hätte ich nicht gewonnen. Und als er mir gelang, wusste ich: Wenn Shaun White seinen Run steht, sind die Chancen gut, dass er gewinnt. Alle anderen wussten es auch. Das machte mich fertig. Ich möchte eine Situation kreieren, in der alle anderen Snowboarder wissen, dass sie verlieren, wenn ich meinen Run stehe.

Ihnen bleibt bis zu den Olympischen Spielen 2018 gerade noch ein Jahr Zeit, um sich diesen Nimbus zu erarbeiten.
Mich dünkt, ich sei gut unterwegs. Mein Run an den X-Games letztes Jahr in Oslo, als ich Zweiter wurde, dann der Run am Weltcup in Breckenridge – das waren Momente, in denen ich mich frei und leicht fühlte. Es fühlte sich an, als würde ich spielen. Ich würde mich nie im ­Leben mit Roger Federer vergleichen, aber ich kann es nur an seinem Beispiel erklären: Er ist einer dieser Meister, bei denen es egal ist, wenn sie mal verlieren. Sie bleiben Meister. Bei mir ist es so: Ich bin ein Gewinner geworden durch den Olympiasieg. Aber ich möchte ein Gewinner sein, ohne meinen Status durch einen weiteren Olympiasieg bestätigen zu müssen.

Die Fernsehquoten, die Aufmerksamkeit – es geht nur um Shaun. Inzwischen verstehe ich das.

Wie White?
Wenn ich in ein Museum gehe, sehe ich die Werke der Künstler, die gerade angesagt sind. Man steht dort und bestaunt die Werke, und vielleicht vergisst man für einen Moment jene der grossen, ­alten Meister. Aber wenn man beide Werke nebeneinander stellen würde – man würde sofort den Unterschied ­sehen. Es ist so schmerzhaft, direkt und ehrlich, wenn du merkst, dass die Künstler, die gerade angesagt sind, nie und nimmer an die Qualität der anderen ­herankommen. Ähnlich ist es mir letztes Jahr ergangen. Wir waren in Laax und bereiteten uns auf das Laax Open vor. Dann hörten wir, dass Shaun wegen einer privaten Verpflichtung in den USA vielleicht nicht rechtzeitig kommen könne – dass die Organisatoren aber ­alles Mögliche versuchten, um ihn doch noch an den Start zu bringen. Sie überlegten, die Halbfinals zu verschieben oder Shaun ohne Qualifikation in den ­Final zu lassen. Im ersten Moment war ich unglaublich genervt, ich dachte: Was für eine Frechheit uns anderen gegenüber! Aber ich und die anderen waren nur beleidigt, weil uns klar war: So ­etwas würde man für uns nie tun. Die Fernsehquoten, die Aufmerksamkeit – es geht nur um Shaun. Inzwischen verstehe ich das.

White fehlt in Laax auch dieses Jahr, im Moment scheint er nicht allzu gut in Form zu sein: In Breckenridge scheiterte er in der Qualifikation.
Ich habe seinen Lauf nicht gesehen, aber man hat mir gesagt, dass er kaum Höhe gehabt habe. Er war erst am Tag der Qualifikation angereist, ein bisschen schlampig. Das ist sehr untypisch.

Wer sind die Favoriten auf den Olympiasieg 2018?
Daran hat sich seit Sotschi nichts geändert: Shaun, ich und der Japaner Ayumu Hirano. Wir drei sind die Einzigen, die den Yolo Flip beherrschen, und letztes Jahr an den X-Games in Oslo hat man gesehen, welchen Unterschied dieser Trick noch immer macht. Ayumu zeigte ihn, ich nicht – prompt hatte er vier Punkte mehr als ich und gewann. Ich glaube nicht, dass diese Saison irgendwer in die Sphäre von Shaun, Ayumu und mir vordringt.

Was bedeutet «Yolo»? Podladtchikov sinniert über den Trick. Video: Youtube

Gab es einen Moment, in dem Sie in Frage stellten, dass Sie 2018 noch einmal antreten? Es wird immerhin Ihre fünfte Olympia­teilnahme sein.
Willst du noch einmal gewinnen? Was willst du eigentlich? Warum ist dir das eine wichtiger als das andere? Ich glaube, dass das seit Sotschi meine grösste Aufgabe war: Antworten auf diese Fragen zu finden, damit ich sie mir nicht jeden Morgen beim Aufstehen aufs Neue stellen muss. Ich will gewinnen – und mir ganz viel Mühe geben. Es geht darum, ­etwas zu finden, für das man einstehen will, das man durchziehen will, im Guten wie im Schlechten. Mir ist klar geworden, dass ich dieses Etwas mit dem Snowboarden längst gefunden habe. Und dass ich diesen Weg noch ein bisschen weitergehen will, wenn um mich herum so viele Leute stehen bleiben.

Die Leute um Sie herum bleiben stehen?
Die Leute um mich herum werden dreissig. Und der Groove ist so: Jetzt noch eine Ausbildung? Eher nicht. Oh, und bald sollte man ja auch an eine Familie denken. Und plötzlich schränken sich die Leute ein. Sie vergessen, wovon sie geträumt haben. Ich rede nicht von ­allen, aber von manchen, und ich sage auch nicht, dass das ein Fehler ist. Ich sage nur, dass ich für mich gemerkt habe, dass ich meine Träume nicht ­aufgeben will. Ich verfolge sie, weil ich fest daran glaube, dass es gut ist, seine Träume zu leben – nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Menschen um sich herum.

Erstellt: 17.01.2017, 23:15 Uhr

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