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Lichtblick im Schwimmbecken

Anna Fenninger macht zwei Wochen nach ihrem Unfall dank einer speziellen Wassertherapie erfreuliche Fortschritte.

Anna Fenninger hat einen harten Herbst hinter sich und einen schwierigen Winter vor sich. Mitte Oktober rutscht der 26-jährigen Österreicherin im Training der rechte Ski aus der Spur, auf den vermeintlich harmlosen Lapsus folgt kurze Zeit später die niederschmetternde Diagnose: mehrfacher Kreuzbandriss im Knie.

Fenninger verpasst dadurch nicht nur den Start in Sölden, für die Überfliegerin der vergangenen Jahre ist gleich die ganze Saison gelaufen. Sie wird in Innsbruck umgehend operiert, verlässt mit einem halbherzigen Lächeln das Spital und steht zwei Tage später in Wien wieder im Rampenlicht. Als Gesamtweltcup-Siegerin wird sie zur Sportlerin des Jahres gewählt – zum dritten Mal innert drei Jahren.

Die willkommene Ablenkung im Blitzlichtgewitter der Kameras ist nun der Zeit der Abgeschiedenheit und Aufbauarbeit gewichen. «Anna ist in einem psychisch sehr guten Zustand und sieht alles sehr positiv», versichert ihr Arzt Christian Hoser in einem Interview mit dem österreichischen Skiverband. «Das nächste anvisierte Ziel ist, dass Anna Fenninger die Krücken weglegt und damit Knie und Beinmuskulatur wieder die Belastung übernehmen können.

Abwehrspannung nimmt ab

Obwohl die Fortschritte nur sehr klein seien, sind die Signale nach der Wundheilung erfreulich zu werten. «Wir sind von der Geschwindigkeit genau so unterwegs, wie wir es erhofft haben. Was die Beweglichkeit angeht, hat sie jetzt schon eine Beugefähigkeit im Kniegelenk von 50 Grad. Unser Ziel für vier Wochen nach der OP liegt bei 60 Grad – also das hat sie jetzt nach gut zwei Wochen fast schon erreicht», sagt Hoser.

Grund für die rasche Genesung ist eine spezielle Wassertherapie, die dazu führt, dass die Schwellung dank dem Wasserdruck schneller zurückgeht, und die Beweglichkeit fördert. «Der Auftrieb des Wassers stabilisiert das Knie. Ausserdem verringert dieser Stabilisationseffekt die Abwehrspannung, die man natürlich in dieser Phase der Therapie hat.» Eine Kräftigung der Muskulatur ist zwar trotz der schnellen Fortschritte noch nicht möglich, «aber die Muskeln werden so immerhin wieder aktiviert».

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