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Mit Schwung in die zweite Karriere

Dario Cologna ist daran, seinen ohnehin schon beeindruckenden Palmarès zu veredeln.

Natürlich hat Dario Cologna bereits einen fixen Platz in der Schweizer Sportgeschichte. Denn er zeigte schon vor diesem vierten Gesamtsieg an der Tour de Ski Pionierleistungen im hiesigen Langlauf: Erster Olympia­sieger, erster Weltmeister und erster Gesamt-Weltcupsieger des Landes darf er sich nennen. Doch mit dem neusten Triumph lanciert er quasi seine zweite Karriere. Nach zwei schwächeren Wintern scheint der 31-Jährige just auf die nächsten Spiele hin wieder in Goldform zu kommen.

Gewinnt er im Februar einen weiteren Titel, hat er Simon Ammann als erfolgreichsten Winterolympioniken made in Switzerland eingeholt. Wie einst der Toggenburger vermochte Cologna seiner Karriere jüngst einen neuen positiven Drall zu geben: Der frühere Pionier ist dank seinem neuen Schwung nun daran, seinen ohnehin schon beeindruckenden Palmarès zu veredeln. Dass er wie viele Grössen dazwischen quasi eine schöpferische Pause benötigte, die in seinem Fall auch von Verletzungen geprägt war, ist so logisch wie menschlich.

Denn wenn die grossen Ziele erst einmal alle erreicht sind, stellt sich jedem Sonderathleten die Frage: Was nun? Sich in dieser Situation neu zu motivieren, gerade wenn der Körper die ersten Verschleisserscheinungen offenbart und die geistige Frische der Jugend verblasst, ist herausfordernd. Cologna meisterte sie wie viele Sieger: Er hat erkannt, dass ihm neben allem Leistungsgedanken dieser spezielle Beruf des Sportprofis schlicht enormen Spass bereitet. Die vergangenen Tage an der jüngsten Tour de Ski waren eindrücklicher Beleg dafür.

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