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«Es regt mich schon langsam auf mit diesen Hundertsteln»

Die Schweizer Slalomfahrer verpassen das Podest in Wengen nur knapp. Trotzdem überwiegt die Zufriedenheit mit dem guten Teamresultat.

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7, 4 und 8 Hundertstel fehlten Zenhäusern diese Saison aufs Slalom-Podest: «Die Lösung ist, schneller zu fahren, um nicht mehr auf Hundertstel angewiesen zu sein.» Video: SDA.

Sieben Hundertstel fehlten den zeitgleichen Schweizern Ramon Zenhäusern und Daniel Yule auf einen Podestplatz beim Slalom in Wengen, die Enttäuschung hielt sich aber in Grenzen.

Yule wusste, dass er eine bessere Klassierung als Rang 5 im ersten Lauf vergeben hatte. «Für mich waren es zwei Rennen heute», sagte der Adelboden-Sieger. Mit dem ersten sei er gar nicht zufrieden gewesen, mit dem zweiten dagegen schon. Beim Fazit zum Rennen zeigte er Weitsicht: «Es nervt, das Podest um einige Hundertstel zu verpassen, aber im Laufe der Karriere gleicht sich das aus. Manchmal sind die Hundertstel für mich, manchmal gegen mich», so Yule.

Auch Zenhäusern gab sich versöhnlich. «Ich komme dem Podest immer näher, letzte Woche waren es acht Hundertstel, heute sieben. Irgendwann wird es wieder reichen», so der 27-Jährige. Aber natürlich wurmte es ihn, die Top 3 erneut knapp verfehlt zu haben. «Es regt mich schon langsam auf mit diesen Hundertsteln», sagte er und fügte mit einem Lächeln an: «Die einzige Lösung ist, schneller Ski zu fahren, dann ist man nicht mehr auf diese Hundertstel angewiesen.»

Keine Schweizer Beteiligung: Das Podest des Slaloms in Wengen besteht aus Clément Nöel, Henrik Kristoffersen un Alexander Khoroshilov.
Keine Schweizer Beteiligung: Das Podest des Slaloms in Wengen besteht aus Clément Nöel, Henrik Kristoffersen un Alexander Khoroshilov.
MARCO TACCA, Keystone
Zeitgleich auf dem fünften Platz gesellt sich Daniel Yule zu ihm.
Zeitgleich auf dem fünften Platz gesellt sich Daniel Yule zu ihm.
MARCO TACCA, Keystone
Clément Nöel war zu stark für die Konkurrenz, den grossen Vorsprung aus dem ersten Lauf gab er nicht mehr her.
Clément Nöel war zu stark für die Konkurrenz, den grossen Vorsprung aus dem ersten Lauf gab er nicht mehr her.
PETER KLAUNZER, Keystone
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Bei Yule gilt der Fokus schon dem nächsten Slalom, der nächstes Wochenende in Kitzbühel stattfindet. «Heute haben wir gute Sachen gezeigt, nächste Woche können wir hoffentlich noch bessere Sachen zeigen.» Für ihn ging in Wengen die Mini-Serie von zwei Slalomsiegen zu Ende. Dazu sagte er: «Man kann nicht jedes Rennen gewinnen. Nicht einmal Marcel Hirscher hat es in seiner Karriere geschafft, jeden Slalom in einer Saison zu gewinnen.»

Noël doppelt nach

Tanguy Nef (8.) und Loïc Meillard (10.) rundeten das gute Teamresultat mit vier Schweizern in den Top 10 ab. Im Gegensatz zu Yule war Meillards zweiter Lauf langsamer als der erste: «Der erste Lauf war ziemlich gut, den zweiten Lauf habe ich gut begonnen, aber hatte im Mittelteil Probleme, den Rhythmus zu finden», sagte der 23-Jährige. «Aber in die Top 10 zu fahren, ist immer gut – es bedeutet Weltcup-Punkte.»

Das letzte Wort gehört dem französischen Sieger Clément Noël. Der Slalom in Wengen ist offenbar eines seiner liebsten Rennen, hat er ihn doch schon letztes Jahr für sich entschieden. «Es ist speziell, den Sieg hier zu verteidigen. Das Rennen letztes Jahr war unglaublich, weil es mein erster Weltcupsieg war», freute sich der 22-Jährige. «Die Piste heute war wunderbar und die Stimmung super!»

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