Paris' Sieg wird von schwerem Sturz überschattet

Im Super G von Bormio gewinnt Dominik Paris zum zweiten Mal in zwei Tagen. Drei Schweizer fahren in die Top 10.

Noch ein Sturz in Bormio: Stian Saugestad hebt ab und landet im Fangnetz. Video: SRF

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Dominik Paris triumphiert in Bormio nach seinem Abfahrtssieg vom Freitag auch im Super-G. Der Italiener gewinnt eine Hundertstelsekunde vor dem Österreicher Matthias Mayer.

Auf der vereisten und extrem unruhigen Piste im Veltlin fand Paris wie schon 24 Stunden zuvor die schwierigen Verhältnisse vor, wie sie der Kraftriegel aus dem Südtirol liebt. Am Ende aber benötigte der 29-Jährige auch Glück. Bei der letzten Zwischenzeit lag Paris noch satte 33 Hundertstel hinter Super-G-Olympiasieger Mayer zurück, doch dank eines grossartigen Finishs sprach letztlich eine einzige Hundertstelsekunde für ihn.

Norweger Saugestad stürzt schwer

Damit war für Paris Weltcupsieg Nummer 11 Tatsache. Im Super-G jedoch war es erst sein zweiter Erfolg. Den bisher einzigen Sieg in dieser Disziplin hatte der Italiener vor knapp vier Jahren in Kitzbühel errungen. Er und Mayer gingen die anspruchsvolle Aufgabe aggressiver an als alle ihre Gegner. Der dritte Mann auf dem Podium, der Norweger Aleksander Kilde, büsste bereits 0,46 Sekunden auf den entfesselten Paris ein.

Das Rennen wurde von einem Sturz überschattet. An fast genau derselben Stelle, an der gestern der Slowene Klemen Kosi gestürzt war, verdrehte es Kildes Teamkollegen Stian Saugestad den Ski, worauf er sich überschlug und mit voller Wucht durch sämtliche Fangnetze geschleudert wurde. Er konnte zwar nach kurzer Pflegeeinheit der Pistenhelfer wieder selbstständig stehen und war ansprechbar, wurde aber sicherheitshalber mit dem Helikopter abtransportiert

Feuz bester Schweizer, Odermatt brilliert als Achter

Beat Feuz, tags zuvor Dritter in der Abfahrt, zeigte seinen besten Super-G des Winters. Der Emmentaler, der in den ersten drei Rennen der Saison nie einen Spitzenplatz belegte, erreichte in Bormio Platz 6. Geschlagen wurde Feuz auch noch von den beiden Österreichern Vincent Kriechmayr und Max Franz. Zu einem Podiumsplatz fehlten Feuz vier Zehntel. «Der Super-G ist einfach nicht meine Parade-Disziplin. Ich spüre nicht denselben Fluss wie in der Abfahrt», gab sich der Berner kritisch. Zufrieden war er am Ende dennoch.

Neben Feuz schafften es auch der überraschende Marco Odermatt und Mauro Caviezel in die Top 10. Der 21-jährige Odermatt erreichte mit Nummer 34 als Achter sein zweitbestes Resultat im Weltcup, nachdem er im Riesenslalom von Val d'Isère Platz 7 belegt hatte. Sein bisheriger Bestwert im Super-G war Rang 11, den er im März des letzten Winters in Are erreichte. Caviezel, in dieser Saison im Super-G schon zweimal auf dem Podest, belegte den 10. Schlussrang. Ein gutes Rennen zeigte als 15. auch der Zürcher Gilles Roulin. (var/sda)

Erstellt: 29.12.2018, 11:20 Uhr

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