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Peier ist der Schweizer Medaillen-Trumpf

Killian Peier traut man vom Schweizer Quartett im Skispringen an der Nordischen Ski-WM am ehesten Edelmetall zu.

... wie Luca Egloff.
... wie Luca Egloff.
Peter Schneider, Keystone
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Killian Peier ist endgültig kein Geheimfavorit mehr. Der 23-jährige Waadtländer zählt nach dem 3. Rang in der Qualifikation von Innsbruck zu den Medaillenanwärtern der Weltmeisterschaften von Seefeld.

Die Innsbrucker Bergiselschanze ist am Samstag (ab 14.30 Uhr) die Bühne für den Höhepunkt der Skisprung-Saison. Und ein Schweizer könnte wider Erwarten vorne mitmischen. Sowohl in den Trainings als auch in der Qualifikation sprang Killian Peier in die Top 3. Bei der Vorausscheidung vom Freitag musste er sich einzig den beiden Deutschen Markus Eisenbichler und Karl Geiger beugen. «Wahnsinnig gut», kommentierte der Romand seinen Auftritt. «Es macht einfach Spass, so weit zu springen mit so schönen Landungen.» Von gestiegenem Druck wollte er nichts wissen. «Ich versuche, cool zu bleiben und meine Sprünge abzurufen.»

Peier führt ein Schweizer Team an, das komplett zum Springen antreten darf. In einem Wettkampf, bei dem der Anlauf von Luke 14 bis auf Gate 11 verkürzt wurde, überstanden auch Simon Ammann (12.), Andreas Schuler (21.) und Luca Egloff (40.) den Cut. Der vierfache Olympiasieger Ammann zeigte mit 121 m einen soliden Sprung. «Meine Position ist noch nicht ganz sauber», meinte der 37-jährige Toggenburger selbstkritisch. «Aber es geht vorwärts. Teammässig siehts ja gut aus, da lasse ich mich anstecken.»

Kobayashis Rückkehr

Der Favorit bleibt der Japaner Ryoyu Kobayashi, in der Qualifikation unmittelbar hinter Peier Vierter. Der Asiate kehrte nach seinem überlegenen Sieg in Innsbruck auf dem Weg zum Tournee-Grand-Slam als inzwischen elffacher Saisonsieger auf den Bergisel zurück. Er befindet sich wie bei der Tournee auf den Spuren von Kazuyoshi Funaki, der vor 20 Jahren in Ramsau (Normalschanze) der bislang letzte Weltmeister aus Japan war. Die lange Saison mit zwei Flügen in die Heimat und retour nach Europa hat den 22-Jährigen aber Substanz gekostet.

«Ich bin etwas müde. Die letzten zwei Tage waren nicht so gut. Ich hoffe, es wird im Wettkampf besser», sagte Kobayashi gegenüber der Nachrichten-Agentur APA. Es sei spannend, meinte der Sieger der WM-Generalprobe in Willingen in kurzen Worten, er spüre nicht viel Druck und sehe sich gerne in der Favoritenrolle. «Aber das Gefühl ist anders als im Weltcup.»

Erstarkter Stoch

Immer für eine Medaille gut dürften auch der Titelverteidiger Stefan Kraft aus Österreich oder der Olympiasieger Kamil Stoch aus Polen sein. Stoch hat im Weltcup nach sechs Podestplätzen auch wieder zwei Siege (im Februar beim Skifliegen in Oberstdorf und in Lahti) gefeiert. «Kamil hat sehr gut gearbeitet. Je näher die WM kommt, desto stärker wird er», sagte Polens Cheftrainer Stefan Horngacher über seine Nummer 1.

Die Norweger stellen ein starkes Quartett, aber restlos zu überzeugen vermag derzeit keiner. Die Deutschen hoffen auf ihre «Wundertüte» Eisenbichler und den zweifachen Saisonsieger Geiger. Der Bayer Eisenbichler hatte just am Bergisel im Tournee-Duell mit Kobayashi einen Rückschlag erlitten (13. Platz), aber seither weitere Podestplätze, jedoch noch keinen Sieg geschafft. «Vielleicht kommt der Tag, an dem es heisst: Heute mal ich», sagte der Bayer.

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