Nachwuchstalent will die Elite das Fürchten lehren

Dank seinem Gold-Rush an der Junioren-WM in Davos darf Marco Odermatt beim Weltcup-Finale in drei Rennen starten. Er will mehr sein als nur Mitfahrer.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Der 20-jährige Nidwaldner Marco Odermatt darf beim Saisonfinale im schwedischen Are wiederum bei der alpinen Elite antreten. «Vor zwei Jahren in St. Moritz ging es noch darum zu schauen, wie das Ganze bei den Grossen im Weltcup abläuft», sagt Odermatt, der sich damals den Start im Engadin als Junioren-Weltmeister im Riesenslalom verdient hat. Nun sei die Freude über die Woche in Schweden zwar ebenfalls «riesengross». Doch dieses Mal gehe es ihm eben auch darum, gute Resultate zu erreichen.

Dem Buochser schwebt vor, «Punkte zu gewinnen», was beim Weltcup-Finale nur den besten 15 vorbehalten ist. Und etwas, das er persönlich auf oberster Stufe bei 13 (Riesenslalom-)Starts erst zweimal erreicht hat: im Oktober 2016 als 17. in Sölden und zwei Monate später als 23. in Alta Badia. «Klar ist das ein hochgestecktes Ziel. Aber es ist eben auch das, was ich anvisieren muss.» Vielleicht handelt es sich aber auch nur um eine realistische Zielsetzung. Umso mehr, als sich Odermatt in der besten Form seiner noch jungen Karriere befindet.

Die perfekte Woche im Landwassertal

«In Davos hatte ich die perfekte Woche», so der Innerschweizer, der am Jakobshorn fünfmal WM-Gold holte, im Rückblick. Nach seinen Triumphen in Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Kombination und mit dem Team war nach der Rückkehr nach Hause viel los – vom kleinen, beschaulichen Empfang in seinem Quartier bis zur Ehrung durch die Gemeinde Buochs, zu welcher 800 Leute erschienen.

All das habe zunächst etwas Energie gekostet, sagt Odermatt. «Danach folgten aber auch ein paar ruhigere Tage und ich konnte dank den extrem schönen Erlebnissen auch wieder Energie tanken.»

Weltcup-Fixplatz im Riesenslalom

Dass seine Form durch die Festivitäten nicht gelitten hat, zeigte er in den vergangenen Wochen bei diversen Europacup-Einsätzen. «Es lief mir gleich wieder super», so der Nidwaldner. Zuerst tastete er sich im Sarntal im Speed-Bereich ganz nahe an die Podestränge heran, danach sicherte er sich in St. Moritz und zuletzt in Berchtesgaden im Riesenslalom vorzeitig einen Weltcup-Fixplatz für den kommenden Winter.

Angesprochen darauf, dass im Februar 2019 in Are die Weltmeisterschaften stattfinden werden und er dort sicherlich teilnehmen wolle, sagt Odermatt selbstbewusst: «Ich weiss selber schon, dass ich mit einer guten Saison an der WM dabei sein kann. Aber das ist noch gar kein Thema. Jetzt fahre ich zunächst einmal das Finale.» (fal/sda)

Erstellt: 13.03.2018, 11:21 Uhr

Artikel zum Thema

Nur Jansrud schlägt Feuz in Kvitfjell

Der Norweger Kjetil Jansrud holt in Kvitfjell vorzeitig die Super-G-Kristallkugel. Mauro Caviezel wird erst spät vom Podest verdrängt. Mehr...

«Wir dachten: Das halten wir nicht durch»

Interview Beat Feuz humpelte zu Beginn der Saison mit Aksel Svindal vom Podest. Nun duellieren sich die beiden um den Abfahrts-Weltcup. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Weiterbildung

Banken umwerben Frauen

Weltweit steigt das Privatvermögen von Frauen. Banken zeigen, wie dieses gewinnbringend anzulegen ist.

Blogs

Sweet Home Die Mittsommer-Party kann steigen

Michèle & Friends Unsere ungelebten Leben

Werbung

Weiterbildung

Ausbildung & Weiterbildung Finden Sie die passende Weiterbildung Technischer Kaufmann, Deutsch lernen, Coaching Ausbildung, Präsentationstechnik, Persönlichkeitsentwicklung

Die Welt in Bildern

Spiel zwischen Mauern: Palästinensische Buben spielen in einem verlassenen Gebäude in Gaza Stadt. (21.Juni 2018)
(Bild: Mohammed Salem) Mehr...