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Wenn die Beine die Augen sind

Innert 15 Hundertstel­sekunden müssen Ski­springer ihren Sprung auslösen, wollen sie die Kante treffen. Wehe, sie sind dabei zu früh.

Kleiner Moment mit grosser Wirkung – Absprung vom Tisch der Schanze in Engelberg. Foto: Sigi Tischler (Keystone)
Kleiner Moment mit grosser Wirkung – Absprung vom Tisch der Schanze in Engelberg. Foto: Sigi Tischler (Keystone)

Der Mensch hat ja ein eher ambivalentes Verhältnis zu Kanten. Beim Skifahren findet er sie etwa ziemlich nützlich, solange er nicht – verkantet. Beim Wandeln in der Küche oder der Stube nerven oder schmerzen sie ihn hingegen gern, wenn er sich an ­ihnen stösst. Auch die Skispringer pflegen mit ihrer wichtigsten Kante eine diffizile Beziehung: mit der Absprungkante. «Die Kante voll treffen» umschreiben sie ihr Glücksgefühl, wenn sie sich punktgenau abzustossen ver­mögen.

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