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WM-Ordner streiken - Polizei reagiert brutal

Die Ordner streikten, die Polizei setzte Tränengas ein: Demonstrationen frustrierter Stewards haben bei der WM in Südafrika für chaotische Zustände gesorgt.

Am Montag war sogar kurzfristig das erste Spiel des Weltmeisters Italien gegen Paraguay in Kapstadt gefährdet.

In der Nacht zuvor hatte es nach dem Spiel zwischen Deutschland und Australien in Durban Auseinandersetzungen gegeben, die von der Polizei mit aller Härte beendet wurden. Die Sicherheitsbediensteten hatten vor dem Moses-Mabhida-Stadion gegen eine Kürzung ihrer Löhne demonstriert, die Beamten gingen massiv gegen die Demonstranten vor.

Die Polizei setzte Tränengas ein, eine Frau wurde Augenzeugenberichten zufolge von einem Gummigeschoss getroffen. Die Frau soll über eine Stunde lang vor dem Stadion gelegen haben, bevor eine Ambulanz sie aufnahm und in ein Spiatal brachte.

Am Green-Point-Stadion von Kapstadt kam es deshalb zu erheblichen Verzögerungen für die Besucher, das Spiel soll aber wie geplant stattfinden. In Johannesburg sassen 1000 Fans vor dem Duell Holland gegen Dänemark fest, weil einige Busfahrer streikten.

Der Tageslohn der Stadion-Ordner war von umgerechnet 22 Euro pro Tag auf 17 Euro gekürzt worden, was offenbar die Proteste ausgelöst hatte. Rund 400 Personen sollen an den Protesten in Durban beteiligt gewesen sein. Die Demonstranten mussten auf Anweisung der Polizei in Reihen hinsetzen, Frauen und Männer wurden getrennt.

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