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Zwischen Luxus- und echten Problemen

Nach dem erneuten Rückschlag in der Bundesliga will sich Bayern München wenigstens in der Champions League schadlos halten.

Während der deutsche Rekordmeister in der Liga seit 500 Tagen nicht mehr Erster war, will er am Mittwoch im Gipfeltreffen gegen Juventus Turin wenigstens in der Königsklasse Platz eins der Gruppe A erfolgreich verteidigen und einen wichtigen Schritt in Richtung Achtelfinale machen.

Entsprechend wollte sich Trainer Louis van Gaal gar nicht mehr lange mit dem 0:1 im Bundesliga-Spitzenspiel beim Hamburger SV aufhalten. Schlecht gelaunt richtete er vielmehr den Blick nach vorne. "Jetzt geht es weiter. Meine Aufgabe ist es, jede Partie zu gewinnen", sagte der knorrige Holländer vor dem Prestige-Duell mit der wiedererstarkten "alten Dame" aus Turin.

"Der Klub erlebt im Moment eine Wiedergeburt. Seit dem Zwangsabstieg 2006 hat sich bei Juventus sehr viel getan", lobte Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Italiener, die die Generalprobe für München allerdings auch verpatzten (1:1 gegen Bologna).

Doch allzu sehr wollten sich die Bayern ohnehin nicht mit Juve und dem "ersten internationalen Gradmesser" (Rummenigge) beschäftigen - zu gross sind im Moment die eigenen Probleme. Noch immer ist van Gaal auf der Suche nach Form und Formation und spricht deshalb seit Wochen von einem andauernden "Entwicklungsprozess".

Während der 57-Jährige in der Offensive ein Luxus-Problem hat, gibt es in der Abwehr insbesondere auf den Aussenbahnen ein echtes Problem. Gegen Hamburg durfte sich der Brasilianer Breno, eigentlich Innenverteidiger, auf der rechten Seite versuchen. Nationalspieler Philipp Lahm wechselte dafür wieder auf links. Doch Breno blieb einmal mehr den Beweis seiner angeblichen Klasse schuldig. Auch die von van Gaal verpflichteten Daniel Pranjic und Edson Braafheid konnten die Erwartungen bisher nicht erfüllen.

Hoeness sieht das Münchner Starensemble trotz sechs Punkten Rückstand auf Hamburg "grundsätzlich auf einem guten Weg. Ich glaube, dass wir allen Grund haben, ruhig zu bleiben. Erst wenn wir am Ende nicht ganz oben stehen, haben wir vielleicht ein Problem".

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