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Mahnmale für Zürcher KZ-OpferStolpersteine gegen das Vergessen

In Zürich wurden sieben «Stolpersteine» gesetzt, wo einst Menschen lebten, die Opfer des NS-Terrors wurden. Die Behörden standen ihnen kaum bei.

«Stolpersteine»: Nun gibt es auch in der Stadt Zürich solche Mahnmale, die an Verfolgte während der Herrschaft der Nationalsozialisten erinnern.
«Stolpersteine»: Nun gibt es auch in der Stadt Zürich solche Mahnmale, die an Verfolgte während der Herrschaft der Nationalsozialisten erinnern.
Foto: Urs Jaudas

Lea Bernheim war 22 Jahre alt, als sie ihr Elternhaus an der Clausiusstrasse 39 im Stadtzürcher Kreis 6 verliess, um zu ihrem künftigen Ehemann Ernest Berr nach Nancy zu ziehen. Durch die Heirat verlor sie das Schweizer Bürgerrecht. Das war im Herbst 1937 und der Beginn einer Tragödie. Am 28. Februar 1944 wurden das Ehepaar Berr und ihr zweijähriger Sohn Alain zusammen mit weiteren Jüdinnen und Juden verhaftet. Ein knappes Jahr später wurden Lea Berr und ihr Sohn in Auschwitz ermordet.

Vor dem Haus an der Clausiusstrasse 39 steht an diesem bitterkalten Freitagnachmittag eine Gruppe Menschen, darunter die Schriftstellerin Ruth Schweikert, der Geschichtsprofessor Jakob Tanner, der sich intensiv mit der Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg befasste, und der Journalist Res Strehle, ehemaliger Chefredaktor des «Tages-Anzeigers».

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