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Zivildienst statt RSSüssli warnt vor massivem Personalmangel in Armee

Jedes Jahr verlieren die Streitkräfte ein paar Tausend junge Menschen – was bereits in diesem Jahrzehnt noch zu einem grösseren Ressourcenproblem führen werde, meldet der Chef der Schweizer Armee.

«Ich will eine moderne Armee schaffen»: Thomas Süssli an einer Medienkonferenz zum Coronavirus in Bern am 16. März 2020.
«Ich will eine moderne Armee schaffen»: Thomas Süssli an einer Medienkonferenz zum Coronavirus in Bern am 16. März 2020.
Keystone/Anthony Anex

Der Chef der Schweizer Armee, Thomas Süssli, hat vor einem Ressourcenproblem bei den Streitkräften gewarnt. «Am Ende des Jahrzehnts werden uns rund ein Viertel der Bestände fehlen», sagte er dem «Blick» vom Samstag.
«Wir verlieren jedes Jahr ein paar Tausend junge Leute, die eigentlich bei uns Dienst leisten sollten», erklärte er weiter. Es brauche deshalb eine Diskussion über die Fähigkeiten der Armee. Falls die Schweiz die gleiche Armee wie heutzutage haben wolle, bräuchten die Streitkräfte mehr Personal, betonte er.

«Ich will eine moderne Armee schaffen, insbesondere hinsichtlich Kultur und Digitalisierung», sagte der 53-Jährige. Die Armee solle sich auf die neuen Bedrohungen ausrichten, hiess es weiter. «Leistungsprofil und Ressourcen müssen in Einklang stehen», mahnte Süssli. Der Armeechef verwies zudem auf die Nachbarländer, die vermehrt in die Verteidigung investieren würden.

Zu den Gründen, weshalb die Armee so viele junge Menschen verliere, sagte der Armeechef: «Viele entscheiden sich vor der RS, in den Zivildienst zu gehen. Andere wollen in die RS, dürfen aber aus medizinischen Gründen nicht. Dann wechseln auch RS-Abgänger in den Zivildienst, häufig wegen der Vereinbarkeit mit dem Beruf.»

SDA

70 Kommentare
    max bruppbacher

    In der schweiz muss niemand Dienst leisten der das nicht will. Der ärztliche Blaue-Brief ist die mit Abstand einfachste Art sich von der Dienstpflicht zu befreien. Dennoch leisten jedes Jahr immer mehr junge Männer Zivildienst. Obwohl sie Gewissensprüfungen überstehen und 1.5 mal soviele Diensttage leisten müssen. Diese Männer nehmen wissentlich und willentlich einen erheblichen Mehraufwand aufsich damit sie etwas in ihren Augen sinnvolles tun können! Das ist doch ein wunderbares Zeichen. unsere achso verpönte Jugend will sich für die Gesellschaft einsetzen. Dass dabei niemand mehr zur Armee will hat schlicht damit zu tun dass dort frei von Sinn und Nutzen Zeit und Geld verbraten wird.. Geben sie der Armee einen Sinn und einen Nutzen und die Jungen werden zurück kommen herr Stüssi