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Twitter-Konten gesperrtSVP-Provokateur Claudio Schmid verliert seinen Lautsprecher

Der Kantonsrat und Strategiechef der Zürcher SVP hat Twitter über Jahre für seine Pöbeleien genutzt. Nun hat ihn das soziale Netzwerk gesperrt.

«Für den politischen Diskurs ist dieser Entscheid ein Verlust.» Der SVP-Stratege und Bülacher Kampf-Twitterer Claudio Schmid wurde am Donnerstagabend von der Plattform verbannt.
«Für den politischen Diskurs ist dieser Entscheid ein Verlust.» Der SVP-Stratege und Bülacher Kampf-Twitterer Claudio Schmid wurde am Donnerstagabend von der Plattform verbannt.
Foto: Urs Jaudas

Am Donnerstagabend, «völlig aus dem Nichts», habe ihn Twitter «rausgeworfen», sagt Claudio Schmid. «Account gesperrt», heisst es seither auf seinen diversen Accounts. Der Bülacher SVP-Kantonsrat und Chefstratege der Partei nutzt Twitter seit Jahren als Plattform, um politische Gegner zu provozieren. Oft unter der Gürtellinie oder knapp an der Grenze dessen, was als anständig gilt. «Das wars offenbar mit Twitter», schreibt er kurz darauf auf Facebook. Und: «Heute machte ich den ‹Trump›.»

Am Telefon schnaubt Schmid laut. Das hat aber wenig mit den Ereignissen vom Donnerstagabend zu tun. Vielmehr kämpft er sich gerade auf dem Velo durch den Bülacher Wald. Der Freitagmorgen ist sein Sportmorgen. «Die Sperrung nehme ich cool. Es war eine schöne Zeit», sagt er zwischen zwei schweren Atemzügen. Und macht in der nächsten Sekunde politische Gegner verantwortlich. Diese hätten in seinem Namen Accounts eröffnet und mit Aussagen, die nicht die seinen seien, gegen die Twitter-Regeln verstossen.

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