So schützen Sie sich gegen die Hitze

Eine Hitzewelle hat die Schweiz im Griff: Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gibt Tipps, worauf man bei hohen Temperaturen achten muss.

Körper frisch halten: Mit kühlen Duschen, Tuch auf Stirn oder Warmwickeln.

Körper frisch halten: Mit kühlen Duschen, Tuch auf Stirn oder Warmwickeln. Bild: Keystone

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Hitzewellen können für Menschen aller Altersstufen eine Belastung sein. Betagte und pflegebedürftige Menschen sind besonders gefährdet: Sie brauchen während Hitzeperioden Hilfe und Beobachtung.

1. Anstrengungen vermeiden
- Im Haus bleiben, wenig körperliche Aktivitäten.

2. Hitze aussperren - Körper kühlen
- Tagsüber Fenster und Fensterläden/Rollläden/Vorhänge schliessen.

- Nachts lüften.

- Lose, helle und dünne Kleider tragen.

- Körper frisch halten mit kühlen Duschen, kaltes Tuch auf Stirn und Nacken, kalte Arm- und Wadenwickel, kalte Fuss- und Handbäder.

3. Viel trinken - leicht essen
- Getränke (mindestens 1,5 Liter l/Tag) in regelmässigen Abständen trinken, auch ohne Durstgefühl.

- Erfrischende, kalte Speisen: Früchte, Salate, Gemüse, Milchprodukte. Auf ausreichende Versorgung mit Salz achten.

Mögliche Hitzefolgen:
- Schwäche, Verwirrtheit, Schwindel, Übelkeit, Muskelkrämpfe. Sofort handeln! Viel trinken, Körper abkühlen, Arzt/Ärztin rufen.

Hitzewellen und die Gesundheit von Kindern
- Säuglinge und Kleinkinder können sich weniger gut an hohe Temperaturen anpassen als Erwachsene. Sie verdienen während Hitzewellen besondere Aufmerksamkeit.

- Kinder mit Erkrankungen von Herz, Kreislauf, Atemwegen oder Lungen (zum Beispiel Asthma) sind besonders empfindlich auf grosse Hitze und hohe Ozonwerte. Durchfall und Erkrankungen des Nervensystems erhöhen die Gefahr einer Überhitzung und Austrocknung.

- Räume kühl halten, nur frühmorgens und nachts lüften.

- Hauttemperatur bei Säuglingen und Kleinkindern regelmässig prüfen, bei Bedarf sanft kühlen (lauwarme Dusche, feuchte Tücher).

- Viel trinken lassen (Kinder stündlich auffordern, ein kleines Glas zu trinken).

- Frisches, kühles, leichtes Essen auftischen (zum Beispiel Melonen, Gurken, Früchte). Genug Salz!

- Kranke Kinder: Durchfall trocknet den Körper sehr rasch aus. Auf Ermattung, Müdigkeit, trockene Haut und Lippen achten. Lieber zu früh als zu spät zum Arzt oder zur Ärztin. Für Kinder mit Asthma und anderen bleibenden Krankheiten sollen besondere Massnahmen mit dem Hausarzt oder der Hausärztin abgesprochen werden.

- Kinder müssen auch bei Hitzewellen nicht den ganzen Tag drinnen bleiben. Anstrengende Tätigkeiten und Sport auf den Vormittag legen. In Wäldern und Parks mit dichtem Baumbestand spielen lassen, dort sind die Temperaturen erträglicher und die Ozonwerte tiefer.

- Kinder nie in Autos oder unbeaufsichtigt in verschlossenen Räumen lassen.

- Im Freibad und am Strand vor Hitze und Sonnenstrahlung schützen (Kleider, Hut, Aufenthalt im Schatten, Sonnencreme).

- Als Beitrag zu besserer Luft und weniger Ozon: an heissen Tagen auf Auto und Vespa verzichten.

Quelle: Bundesamt für Gesundheit. Weitere Tipps unter www.hitzewelle.ch.

Erstellt: 12.07.2010, 15:28 Uhr

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