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Bildstrecke: Christa Wolf

Die Schriftstellerin Christa Wolf ist tot. Sie starb heute im Alter von 82 Jahren in Berlin, wie der Suhrkamp Verlag mitteilte.

Christa Wolf, aufgenommen am 29. September 1997.
Christa Wolf, aufgenommen am 29. September 1997.
Keystone
2002 überreicht Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass der Autorin den Preis der Leipziger Buchmesse.
2002 überreicht Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass der Autorin den Preis der Leipziger Buchmesse.
Keystone
Christa Wolf an ihrem 80. Geburtstag.
Christa Wolf an ihrem 80. Geburtstag.
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Sie war eine der bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen der Gegenwart: Christa Wolf. Sie starb am Donnerstag im Alter von 82 Jahren nach langer Krankheit im Berliner St.-Hedwig- Krankenhaus, wie der Suhrkamp Verlag mitteilte. Ihr Mann Gerhard Wolf sei bei ihr gewesen.

In ihren Büchern griff die DDR-Autorin immer wieder Schicksale von Menschen auf, die von der deutschen Teilung gezeichnet waren. Zu ihren bedeutendsten Werken zählen «Der geteilte Himmel», «Nachdenken über Christa T.», «Kindheitsmuster», «Kein Ort. Nirgends», «Kassandra» und «Störfall». Für viele Menschen in der DDR galt sie auch als eine moralische Instanz.

Wolf hatte sich lange für gesellschaftliche Reformen in der DDR eingesetzt und als SED-Mitglied gegen Willkürmassnahmen der Staats- und Parteiführung und gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann protestiert. Zeitweise arbeitete sie aber auch mit der Stasi zusammen.

Letztes Buch: «Stadt der Engel»

Ihr erster grosser literarischer Erfolg, «Der geteilte Himmel» im Jahr 1963 über eine an der deutschen Teilung scheiternde Liebe, wurde eines der meistdiskutierten Bücher in der DDR und später auch für die staatliche Filmgesellschaft DEFA verfilmt.

Die am 18. März 1929 im heute polnischen Landsberg an der Warthe geborene Schriftstellerin wurde auch bis ins hohe Alter als Kandidatin für den Literaturnobelpreis gehandelt.

2010 veröffentlichte Wolf mit dem Buch «Stadt der Engel» (Los Angeles) eine Art Fortsetzung ihres Buchs «Kindheitsmuster» als Aufarbeitung der Zeit nach dem Mauerfall und dem Bekanntwerden ihrer früheren Tätigkeit für die Stasi als IM «Margarethe».

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