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Bildstrecke: Die Mächtigen der Fifa

Eklat wenige Tage vor der Fifa-Präsidentschaftswahl: Der unter Korruptionsverdacht stehende Mohamed Bin Hammam zieht seine Kandidatur zurück.

Zur Kampfwahl kommt es nicht: Sepp Blatter (links) und Mohamed Bin Hammam in Kuala Lumpur im Jahr 2009.
Zur Kampfwahl kommt es nicht: Sepp Blatter (links) und Mohamed Bin Hammam in Kuala Lumpur im Jahr 2009.
Keystone

Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl des Fussball-Weltverbands am Mittwoch hat sich der unter Korruptionsverdacht stehende Mohamed Bin Hammam aus dem Rennen zurückgezogen. Der Präsident des asiatischen Fussballverbandes wollte auf dem Fifa-Kongress gegen den Amtsinhaber Sepp Blatter antreten. Die Ethikkommission ermittelt wegen des Verdachts der Bestechung gegen den 62-jährigen Qatarer.

Die jüngsten Ereignisse hätten ihn «verletzt und enttäuscht» zurückgelassen, schrieb Bin Hammam auf seiner Internetseite. Trotz des Verzichts auf seine Kandidatur werde er am Sonntag vor der Ethikkommission in Zürich erscheinen, um seinen Namen von den «haltlosen Anschuldigungen», die gegen ihn gemacht wurden, «reinzuwaschen». Wie Bin Hammam müssen auch Blatter und Fifa-Vizepräsident Jack Warner aussagen.

Vorwürfe gegen Blatter

Er könne nicht zulassen, dass der Name, den er geliebt habe, mehr und mehr in den Schmutz gezogen würde wegen des Wettbewerbs zwischen zwei Einzelpersonen. Das Spiel und die Menschen, die es lieben auf der ganzen Welt, müssten an erster Stelle kommen, begründete Bin Hammam seinen Rückzug im Wahlkampf, der zuletzt immer schmutziger geworden war.

Seinem Rivalen Blatter hatte er zuletzt vorgeworfen, von angeblichen Zahlungen an Fifa-Mitglieder aus der Karibik gewusst, aber nichts dagegen unternommen zu haben. Dabei bezog sich Bin Hammam auf Anschuldigungen, die gegen ihn selbst gerichtet waren und die er weiter zurückweist. Der Katarer soll gemeinsam mit Jack Warner versucht haben, zur Erhöhung seiner Wahlchancen Stimmen der karibischen Funktionäre für die Präsidentenwahl zu kaufen.

Platini schliesst Kandidatur aus

Michel Platini will vorerst nicht für das Präsidentenamt der Fifa kandidieren. Es sei ausgeschlossen, dass er in die Wahl am Mittwoch in Zürich eingreife, sagte der Uefa-Präsident der BBC am Rande des Champions-League-Finals in London.

Er wolle seine vierjährige Amtszeit als Präsident der Uefa erfüllen. «Wenn es eine Wahl gibt, wird der neue Präsident für vier Jahre gewählt. Wenn es keine Wahl gibt, wird es kompliziert, aber ich weiss nicht, was dann passiert», erklärte Platini. Der Franzose forderte zudem, dass die Fifa «sauber und gut» sein müsse.

dapd/mrs

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