Zum Hauptinhalt springen

Bildstrecke: Ein Must-have für Banksy-Fans

Eine neue App fürs iPhone macht die Strasse zum Banksy-Museum. Wie ein Audioguide führt die App Streetart-Fans weltweit zu den Werken des infamen Graffiti-Künstlers.

Er begann als Sprayer, zumeist in den Londoner Stadtteilen Camden, Hoxton und Shoreditch. Weil er nicht gut zeichnen konnte, benutzte er Schablonen, sogenannte Stencils.
Er begann als Sprayer, zumeist in den Londoner Stadtteilen Camden, Hoxton und Shoreditch. Weil er nicht gut zeichnen konnte, benutzte er Schablonen, sogenannte Stencils.
Keystone
Er schmuggelte seine Bilder auch ungefragt ins Museum.
Er schmuggelte seine Bilder auch ungefragt ins Museum.
Keystone
Friedenstaube mit kugelsicherer Weste.
Friedenstaube mit kugelsicherer Weste.
Keystone
1 / 3

Man kennt ihn, den durchschnittlichen Kunstliebhaber, der in die grossen Publikumsausstellungen strömt, sich dort Audioguides besorgt und sich von ihnen durch das museale Vermächtnis der Kunstgeschichte lotsen lässt. Fans anderer Kunstsparten, beispielsweise von Streetart, hatten diese Möglichkeit bislang nicht. Sie müssen sich vorgängig informieren und dann durch die Strassen der Metropolen ziehen, auf der Suche nach Graffiti-Arbeiten und in der Hoffnung, dass diese noch nicht von den Behörden entfernt wurden.

Ausverkauf anarchistischer Ideale?

Seit gestern aber haben Fans des Streetart-Künstlers Banksy eine Möglichkeit, sich mit einem quasimusealen Audioguide einzudecken und in verschiedenen Städten den Spuren Banksys zu folgen. Eine neue iPhone-App namens Banksy Locations lotst den Besucher via GPS-Funktion zu den bekanntesten Graffitis des infamen Strassenkünstlers.

Wenn der Vorwurf eines Ausverkaufs seiner anarchistischen Ideale nicht bereits vorher virulent gewesen wäre, eine solche App spült mit Sicherheit Wasser auf die Mühlen derer, die dem notorisch anonymen Graffitikünstler vorwerfen, sich selber und seine anarchistischen Ideale verraten zu haben.

Banksy-Fan

Dabei hat Banksy mit dieser App nur indirekt zu tun. Entworfen wurde sie von Banksy-Fan Simon Hassett. Auf der zugehörigen Website erklärt Hassett, wie er selber auf der Suche nach Banksy-Graffitis durch Städte wie London, L.A. oder Berlin streifte und dabei mehr und mehr die Orientierung verlor. Seine App ist ein mit GPS-Funktion operierendes Karten-Tool, das den Besucher gezielt an die Banksy-Sehenswürdigkeiten heranführt. In einer stetig wachsenden«Bibliothek» lassen sich Banksys Werke nach unterschiedlichen Features suchen: nach Nähe zur eigenen Position, nach Lokalisierung auf einer Karte, nach Bildern in einer Galerie oder nach dem Namen des Werks, das man sehen möchte.

Was Banksy selber von einer solchen App hält, ist bislang nicht bekannt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch