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Bildstrecke: Obamas Europa-Tour

Barack Obama traf während seiner Europareise viele wichtige Vertreter der Politik. Doch nicht alle wollten den US-Präsidenten bei sich willkommen heissen.

Barack und Michelle Obama begrüssen über 30'000 Iren, die sich am 23. Mai im College Green in Dublin versammelt hatten.
Barack und Michelle Obama begrüssen über 30'000 Iren, die sich am 23. Mai im College Green in Dublin versammelt hatten.
Keystone
Mit seinem Auftritt begeisterte der US-Präsident nicht nur die Iren, er sprach die 40 Millionen Amerikaner mit irischen Wurzeln an.
Mit seinem Auftritt begeisterte der US-Präsident nicht nur die Iren, er sprach die 40 Millionen Amerikaner mit irischen Wurzeln an.
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Am Freitag wird Obama in Warschau eintreffen, um über die arabische Revolution und Handelsbeziehungen zu reden. Ein Raketenabwehrschild ist, zumindest offiziell, kein Thema mehr. 2008 war es diesbezüglich in Warschau zu Protesten gekommen. Die Pläne wurden wegen Russlands Protesten auf Eis gelegt.
Am Freitag wird Obama in Warschau eintreffen, um über die arabische Revolution und Handelsbeziehungen zu reden. Ein Raketenabwehrschild ist, zumindest offiziell, kein Thema mehr. 2008 war es diesbezüglich in Warschau zu Protesten gekommen. Die Pläne wurden wegen Russlands Protesten auf Eis gelegt.
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US-Präsident Barack Obama hat zum Abschluss seiner Europareise neuerlich den arabischen Ländern die Hilfe der USA beim Übergang zur Demokratie zugesichert. Die USA wollten dabei eine Führungsrolle einnehmen und jene Staaten finanziell und moralisch unterstützen, die für die Freiheit kämpfen, sagte Obama gestern in Warschau.

Der Präsident führte dabei sein Gastgeberland Polen als Vorbild an. «Die Geschichte Polens zeigt, wie ein stolzes, entschlossenes und enthusiastisches Volk aussergewöhnliche Hürden überwinden und eine Demokratie aufbauen kann», erklärte Obama auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk. Dieser sagte an den US-Präsidenten gerichtet: «Wir haben in Polen das Gefühl, dass Sie einer von uns sind.»

Wenig mehr als ein Fototermin

Zuvor hatte Obama auf dem letzten Stopp seiner sechstägigen Europareise Vertreter der Solidarnosc-Bewegung getroffen und ihre Arbeit als Inspiration für die Welt bezeichnet. Die Erfahrungen Polens mit einem Übergang zur Demokratie seien von grossem Wert für Tunesien und andere Länder der arabischen Welt, erklärte Obama.

An dem Treffen sollte eigentlich auch der Gründer von Solidarnosc, Lech Walesa, teilnehmen. Er sagte allerdings kurz vor der Ankunft Obamas in Polen ab mit der Begründung, das Treffen sei «wenig mehr als ein Fototermin».

Sein Sprecher sagte, Walesa könne nicht geplanten Treffen Obamas mit dem polnischen Präsidenten Bronislaw Komorowski teilnehmen, weil er ein Bibel-Festival in Italien besuche.

US-Luftwaffendivision in Polen

Anlässlich des Besuchs Obamas schlossen Polen und die USA auch eine Vereinbarung, die die Einrichtung einer Division der US-Luftwaffe in Polen ab 2013 vorsieht. «Das ist eine sehr bedeutende Geste», sagte Ministerpräsident Tusk. Die Präsenz amerikanischer Kampfflugzeuge in Polen soll die militärische Kooperation der beiden Länder als Mitglieder der Nato verbessern.

Obama war gestern im Warschauer Präsidentenpalast auch mit seinem polnischen Kollegen Bronislaw Komorowski zusammengetroffen. Der US-Präsident versicherte Polen, dass seine Bemühungen zur Verbesserung der amerikanischen Beziehungen zu Russland keine Bedrohung für Ost- und Mitteleuropa darstellten. Polen sei eine Säule der Demokratie in der Region und er hoffe, dass das Land positiven Einfluss auf Weissrussland nehme.

Bevor der müde wirkende Obama in der Nacht auf Sonntag in die USA zurückkehrte, besuchte er noch die Feldkathedrale der Polnischen Armee, wo er eine Kerze für die 96 Opfer des Flugzeugabsturzes im Vorjahr anzündete, bei dem auch der damalige polnische Präsident Lech Kaczynski gestorben war.

US-Präsident Obama hatte in den vergangenen Tagen Irland, Grossbritannien, einen G-8-Gipfel in Frankreich, sowie Polen besucht.

dapd/mrs

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