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Bildstrecke: Tornado wirbelt in Missouri

Unwetter forderten im Mittleren Westen der USA 89 Tote. Ein Spital ist vom Einsturz bedroht, 100 Patienten mussten in Sicherheit gebracht werden.

520 Tote in einem knappen halben Jahr: Zerstörtes Haus in Joplin. (28. Mai 2011)
520 Tote in einem knappen halben Jahr: Zerstörtes Haus in Joplin. (28. Mai 2011)
Reuters
Die Behörden rechnen damit, noch weitere Leichen zu finden: Boot vor einem verwüsteten Haus in Joplin. (28. Mai 2011)
Die Behörden rechnen damit, noch weitere Leichen zu finden: Boot vor einem verwüsteten Haus in Joplin. (28. Mai 2011)
Reuters
Das Ende des Schreckens: Das ausklingende Unwetter färbt den Himmel über dem US-Bundesstaat Missouri. (22. Mai 2011)
Das Ende des Schreckens: Das ausklingende Unwetter färbt den Himmel über dem US-Bundesstaat Missouri. (22. Mai 2011)
Keystone
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Bei einem Tornado in der Kleinstadt Joplin im US-Staat Missouri sind nach Angaben der Behörden 89 Menschen getötet worden. Wie ein Sprecher der Stadt am Montag mitteilte, wurden bei dem Sturm am Sonntag 25 bis 30 Prozent der Häuser in Joplin beschädigt. Der Tornado habe eine rund zehn Kilometer lange Schneise der Verwüstung quer durch das Zentrum der Stadt geschlagen.

Das Unwetter habe gewaltige Schäden angerichtet. Die Zeitung «Kansas City Star» meldete, dass auch ein sieben Stockwerke hohes Spital schwer getroffen worden sei. Fernsehbilder zeigten ein Gebäude, von dem Augenzeugen dem Fernsehsender CNN sagten, es sehe einsturzgefährdet aus. Mindestens 100 Patienten mussten in Sicherheit gebracht werden. Auch an anderen Gebäuden in der Umgebung seien die Fenster herausgeflogen und Dächer teilweise abgedeckt worden. Joplin liegt rund 215 Kilometer südlich der Stadt Kansas City im Südwesten Missouris. In Teilen der Region ist das Strom- und Telefonnetz ausgefallen.

«Wir werden sehr viel Hilfe brauchen»

Eine Mitarbeiterin des Roten Kreuzes sagte CNN in einem Telefoninterview, noch nie ein solches Ausmass an Zerstörung gesehen zu haben. «Ich würde sagen, 75 Prozent der Stadt sind praktisch verschwunden. Wir werden sehr viel Hilfe brauchen», sagte Kathy Dennis.

Erst im vergangenen Monat hatten mehrere Stürme schwere Schäden im Süden der USA angerichtet. Derzeit kämpfen ausserdem mehrere Bundesstaaten mit einem Jahrhundert-Hochwasser am Mississippi.

Weitere Tote und Verletzte

Im gesamten Mittleren Westen der USA haben am Wochenende mehrere Tornados schwere Schäden angerichtet und weiteren Menschen das Leben gekostet. Von Texas ganz im Süden der USA bis Michigan ganz im Norden galten Tornadowarnungen. In Minneapolis im US-Staat Minnesota kam am Sonntag mindestens ein Mensch ums Leben, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung bestätigte. Weitere 29 Menschen seien durch den Wirbelsturm verletzt worden, zwei davon kritisch, sagte sie.

Im Staat Wisconsin richtete ein Sturm in der Stadt LaCrosse schwere Schäden an. Von etlichen Häusern wurden die Dächer abgerissen. Rettungskräfte durchsuchten die Beschädigten Häuser nach Eingeschlossenen. Ein Sprecher des zuständigen Sherriffs sagte, die Schäden seien bedeutend, bislang gebe es aber noch keine Meldungen über ernsthafte Verletzungen.

Hagelkörner wie Tennisbälle

Am Samstag hatte bereits ein Tornado die Kleinstadt Reading im Staat Kansas heimgesucht. Dabei kam Behördenangaben zufolge ein Mensch ums Leben und 20 Häuser wurden zerstört. Der 53-Jährige Mann habe sich in einem Wohnwagen aufgehalten, der vom Sturm umgekippt worden sei, sagte eine Sprecherin der Katastrophenschutzbehörde. Er sei noch ins Krankenhaus gebracht worden, wo er für tot erklärt wurde.

Begleitet wurde der Tornado in dieser Region von einem heftigen Unwetter mit Hagelkörnern, die nach Berichten von Anwohnern die Grösse von Tennisbällen erreichten.

Ende April waren der verheerendsten Tornado-Serie seit 1925 in sieben US-Staaten 329 Menschen zum Opfer gefallen, ganze Landstriche wurden dem Erdboden gleichgemacht.

dapd/afp/sda/ami/bru

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