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Bilsdstrecke: Sturm auf britische Botschaft

Grossbritannien will als Reaktion auf die Erstürmung der britischen Botschaft in Teheran alle iranischen Diplomaten ausweisen. Zuvor hat Premier David Cameron bereits die Botschaft in Teheran geschlossen.

Iranische Aktivisten plündern die britische Botschaft in Teheran. (29. November 2011)
Iranische Aktivisten plündern die britische Botschaft in Teheran. (29. November 2011)
AFP
Aufgeheizte Stimmung: Iranische Studenten verbrennen eine Flagge vor der britischen Botschaft. (29. November 2011)
Aufgeheizte Stimmung: Iranische Studenten verbrennen eine Flagge vor der britischen Botschaft. (29. November 2011)
Keystone
Die iranischen Demonstranten auf dem Botschaftsgelände.
Die iranischen Demonstranten auf dem Botschaftsgelände.
Keystone
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Grossbritannien will als Reaktion auf die Erstürmung der britischen Botschaft in Teheran alle iranischen Diplomaten ausweisen. zuvor teilte das Aussenministerium in London mit, dass ein Teil des Botschaftspersonals auf dem Weg sei, die iranische Hauptstadt zu verlassen. Die Sicherheit der Angestellten und ihrer Familien habe Priorität. Zu vorherigen Angaben westlicher Diplomaten, denen zufolge Grossbritannien eine vorläufige Schliessung seiner Botschaft beabsichtige, sagte der Sprecher, zum weiteren Vorgehen werde «zu gegebener Zeit» informiert.

Von Seiten westlicher Diplomaten hatte es zuvor geheissen, das gesamte Personal werde abgezogen. Demnach sollten die Mitarbeiter zunächst in die Vereinigten Arabischen Emirate ausreisen. Bereits am Vormittag sollten erste Diplomaten mit einem Flugzeug nach Dubai gebracht werden.

Auch Norwegen hat aus Sicherheitsgründen seine Botschaft in Teheran geschlossen. Die Entscheidung sei am Dienstagabend gefallen, erklärte eine Sprecherin des Aussenministeriums, die dabei andeutete, dass es eine Reaktion auf die Erstürmung der britischen Botschaft in Teheran war. Das diplomatische Personal sei aber noch nicht aus Teheran abgezogen werden, sagte Sprecherin Hilde Steinfeld. Vier bis fünf Diplomaten seien in Teheran.

Verwüstete Büros, verbrannte Dokumente

Trotz starker Polizeipräsenz vor der britischen Botschaft war es regierungstreuen Demonstranten am Dienstag zwei Mal gelungen, auf das Botschaftsgelände in Teheran vorzudringen. Sie verwüsteten Büros, verbrannten Dokumente und ersetzten die britische durch die iranische Flagge. Am Abend räumte die Polizei das Gelände.

Die Proteste richteten sich gegen die jüngste Verschärfung britischer Sanktionen wegen des iranischen Atomprogramms. Premierminister David Cameron kündigte nach dem Vorfall «ernste Konsequenzen» für den Iran an. Der UNO-Sicherheitsrat verurteilte den Angriff auf die Botschaft. Das Gremium rief die iranischen Behörden auf, diplomatische Einrichtungen und Mitarbeiter mit allen geeigneten Massnahmen zu schützen.

AFP/jak

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