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Neuer Schrecken für die Vulkan-Opfer

Ein Erdbeben in der Region um Vulkan Merapi löste in der Bevölkerung erneute Panik aus. Der Ausbruch betrifft indirekt auch den US-Präsidenten Barack Obama.

Rettungskräfte tragen Tote aus den zerstörten Dörfern.
Rettungskräfte tragen Tote aus den zerstörten Dörfern.
Reuters
Die Wälder sind durch die Asche ganz schwarz geworden: Rettungskräfte suchen nach Opfern des Vulkanausbruchs.
Die Wälder sind durch die Asche ganz schwarz geworden: Rettungskräfte suchen nach Opfern des Vulkanausbruchs.
Keystone
Der letzte grössere Ausbruch: Im Mai 2006 fliesst heisse Lava die Flanken des Merapi hinunter.
Der letzte grössere Ausbruch: Im Mai 2006 fliesst heisse Lava die Flanken des Merapi hinunter.
Keystone
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In Indonesien hat ein Erdbeben der Stärke 5,4 Ängste vor einer ähnlichen Katastrophe wie vor vier Jahren ausgelöst. Viele Menschen seien in Panik auf die Strasse gerannt, berichteten Behördenvertreter.

Das Epizentrum lag demnach 94 Kilometer südwestlich der Stadt Yogyakarta, die etwa 30 Kilometer vom Merapi entfernt ist. In derselben Region waren im Jahr 2006 bei einem schweren Erdbeben während eines Ausbruchs des Merapi 6000 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben am Dienstag verursachte den Behörden zufolge keine Schäden.

Mehr als 150 Tote

Indonesiens aktivster Vulkan ist vor rund zwei Wochen ausgebrochen, bisher starben mehr als 150 Menschen. Auch am Dienstag stiess der Merapi wieder Gas- und Aschewolken aus, doch mit geringerer Intensität als in den Tagen zuvor.

Dennoch könnte der Vulkan US-Präsident Barack Obama zur Verkürzung seines Besuchs im Land seiner Kindheit zwingen, wie der Sprecher des Weissen Hauses, Robert Gibbs, ankündigte. Bereits am Wochenende mussten wegen Merapis Aschewolken mehrere Flüge zwischen der indonesischen Insel Java und Europa gestrichen werden.

Der heftigste Ausbruch des Vulkans seit 140 Jahren treibt unterdessen immer mehr Anwohner in die Flucht. Nach einer jüngsten Bilanz der Behörden leben inzwischen mehr als 320'000 Menschen in Notunterkünften ausserhalb der auf 20 Kilometer ausgedehnten Gefahrenzone.

Im Fluchtchaos wurden viele Familien auseinandergerissen, und trotz aller Bemühungen ist es den Helfern nicht gelungen, alle wieder zusammenzuführen. Besondere Sorge bereiteten ihnen Kinder, die von ihren Eltern getrennt worden seien, sagte einer der Koordinatoren, Makbul Mubarak, am Dienstag.

AFP/mrs

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