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Tausend Leben

Das traditionelle Tüechli aus dem Kanton Glarus ist nicht zuletzt ein hervorragender Eisbrecher.

Foto: Sabina Bobst
Foto: Sabina Bobst

Als eine meiner Freundinnen vor kurzem den Schweizer Pass bekam, feierten wir das so ausgiebig, dass wir zu später Stunde «Es Burebüebli» krähten. Das macht man in meinem Fall nur unter dem Einfluss von Kräuterschnaps oder wenn die Grossmutter einen Runden zu verzeichnen hat.

Die Teller im Lokal, wo die Neuschweizerin zu Cordons bleus lud, waren mit Glarner Tüechli dekoriert. Nicht mit jenen von Hedi Slimane für Saint Laurent entworfenen, 645-Franken-teuren Kaschmirfoulards und auch nicht Accessoires von Burberry, Mos­chino, Chanel oder DKNY, die allesamt schon mit Modellen mit der typischen Paisley-Musterung auftrumpften. Da lag das traditionelle Tüechli aus dem Kanton Glarus: die bunten, in 38 Farben erhältlichen, 50 × 50 Zentimeter grossen Schmuckstücke mit dem quadratischen Mittelfeld, der dekorativen Bordüre und den Mustern, die orientalischen Ornamenten nachempfunden sind. Die Verwendung der Farben auf den einzelnen Tüchern ist in der Regel auf Schwarz, Grau und Weiss beschränkt.

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