Tausende an der Klimademo in Zürich
Monate nach dem ersten Klimastreik in Zürich gingen heute wieder 10'000 junge Menschen auf die Strasse.

«Die Klimabewegung ist noch lange nicht gestorben! Wir sind mehr als ein Hype!», skandiert eine junge Frau ganz zu Beginn der heutigen Klimademonstration in der Stadt Zürich. Und die jungen Menschen, die das gesamte Sihlquai schon vor dem eigentlichen Beginn um 16 Uhr säumten, applaudieren lautstark.
Damit wäre auch die Antwort gegeben auf die Frage, warum sich so viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene heute erneut auf der Strasse versammelt haben, um eine bessere Klimapolitik zu fordern – Monate nach dem ersten Klimastreik in Zürich. Die Organisatoren des Streiks sprechen von über 10'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Mitorganisator Dominik Waser sagt: «Wir sind stolz, dass wir es zum fünften Mal geschafft haben, so viele Menschen zu mobilisieren.»
Weitermachen, bis sich endlich etwas ändert, ist die Haltung der Klimajugend, lautstark, fordernd, aber freundlich. «Solidarisieren und mitspazieren!», rufen die Demonstrierenden den Passantinnen und Passanten zu, die vom Strassenrand aus auf den vorbeischreitenden Menschenzug schauen und alles mit emporgereckten Handys festhalten.

In der Bahnhofstrasse treffen die beiden Teile der Demonstration um kurz nach 17 Uhr aufeinander: der etwas lautere mit Musikanlage und Megaphonen, der beim Rathaus gestartet ist, und der etwas ruhigere mit vielen kleinen Kindern und Familien, der vom Münsterhof losspaziert ist.
Dass sich diese breite Mobilisierung über die Wahlen im Oktober hinaus halten lässt, ist die grosse Herausforderung für die Klimabewegung. «Das Parlament wird grüner und linker, und viele werden dies als Sieg für das Klima verbuchen», sagt Dominik Waser. Darum stehen die Daten für die nächsten Klimademos bereits: Morgen wird in Bern der nationale Klimastreik begangen. Und am 29. November soll es erneut internationale Demonstrationen geben – auch in Zürich.
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