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Für minderwertige Implantate müssen Prämienzahler aufkommen

Die Group Mutuel reagiert auf den Skandal um schadhafte Medizinprodukte. Selbst bei klaren Mängeln bleiben die Versicherungen auf den Kosten sitzen.

Die Kosten für zusätzliche Operationen und Reparaturen mangelhafter Produkte sind oft beträchtlich. Zum Beispiel im Fall einer Hüftprothese, bei der durch Reibung zwischen zwei Metallteilen Kobalt- und Chrom-Ionen in den Körper gelangen können.
Die Kosten für zusätzliche Operationen und Reparaturen mangelhafter Produkte sind oft beträchtlich. Zum Beispiel im Fall einer Hüftprothese, bei der durch Reibung zwischen zwei Metallteilen Kobalt- und Chrom-Ionen in den Körper gelangen können.

Im Implantate-Skandal meldet sich erstmals eine grosse Krankenkasse zu Wort. Die Groupe Mutuel betreut 13 Prozent der Schweizer Grundversicherten. Sie sieht bei defekten und minderwertigen Implantaten dringenden Handlungsbedarf.

Recherchedesk und Datenteam von Tamedia haben über 6000 Sicherheitswarnungen und Rückrufe von Implantaten und Medizinprodukten analysiert. Es zeigte sich, dass zahlreiche unfertige, teils gar gefährliche Produkte auf den Schweizer Markt gelangten. Diese sind nicht nur ein Gesundheitsrisiko für die Patienten, sondern auch ein Kostentreiber im Gesundheitswesen.

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