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Zürcher Jugendliche und CoronaTrinken gegen den Frust, provozieren gegen die Einsamkeit

Während der Pandemie bleibt Jugendlichen in ihrer Freizeit, ausser am Bahnhof rumhängen, wenig übrig, wie ein Freitagabend in Winterthur zeigt.

Früher kam die Polizei, wenn sie wirklich etwas angestellt haben. Jetzt werden Jugendliche bereits kontrolliert, wenn sie zu nahe zusammenstehen.
Früher kam die Polizei, wenn sie wirklich etwas angestellt haben. Jetzt werden Jugendliche bereits kontrolliert, wenn sie zu nahe zusammenstehen.
Foto: Sascha Britsko

«Es ist so frustrierend!», ruft Timmy und vergräbt den Kopf in den Händen. Es ist Freitagabend, kurz vor neun Uhr, und der 17-Jährige sitzt im Thurbo von Winterthur nach Bülach. Er und seine Freunde sind an diesem Abend schon einmal hin und her gefahren, sie werden es noch etwa viermal tun, bevor sie nach Hause gehen.

Denn so vertreiben sie sich das Wochenende: Sie fahren Zug. Jeden Freitag, jeden Samstag, von 19 Uhr bis kurz vor Mitternacht. 20 Minuten dauert die Fahrt, dazwischen 10 Minuten «Rauchpause», und dann geht es wieder zurück.

«Der Zug ist beheizt, es hat eine Toilette, und trinken ist auch erlaubt. Es ist der perfekte Ort für uns», sagt Timmy.

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