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Podcast «USA: Entscheidung 2020»Trump bleibt, egal, ob er gewinnt oder nicht

Der US-Präsident hat die einst stolze Republikanische Partei in sein Familienunternehmen integriert. Willkommen zu einer neuen Folge des Podcasts zu den US-Wahlen.

Mit der Airforce One auf Wahlkampf: US-Präsident Donald Trump fliegt ab, um in Pennsylvania eine Rede zu halten.
Mit der Airforce One auf Wahlkampf: US-Präsident Donald Trump fliegt ab, um in Pennsylvania eine Rede zu halten.
Foto: Tom Brenner (Reuters)

In Amerika läuft derzeit die grosse Donald-Trump-Show. Nach dem Parteitag der Demokraten und der offiziellen Kür von Joe Biden zum Kandidaten sind nun die Republikaner an der Reihe.

Die Republikaner? Heute hat die 1854 gegründete Partei nicht mehr viel gemeinsam mit ihrer traditions- und auch erfolgreichen Vergangenheit. Früher standen die Republikaner, die sich auch Grand Old Party (GOP) nennen, für Budgetkonservatismus, den Kampf gegen zu viel Staat und Bürokratie sowie eine von Prinzipien geleitete Aussenpolitik. Das waren die Zeiten von Dwight D. Eisenhower und Ronald Reagan bis hin zu den Bushs, Senior und Junior.

Die Parteielite klatscht und reiht sich ein

Heute geht es hingegen nur noch um Donald Trump, seine Reputation und seine Wiederwahl. Sehr erfolgreich bewirtschaftet er Ressentiments gegen Minderheiten, die Medien und seine Kritiker. Verschwörungstheorien liegen ihm näher als wissenschaftliche Erkenntnisse. Und die republikanische Parteielite klatscht mit und reiht sich hinter Trump ein. Denn sonst riskiert sie, aus Amt und Würden gefegt zu werdendie Republikanische Partei ist heute die Trump-Partei.

Ist das die Basis für Trumps Wiederwahl? Falls nicht, was passiert mit der Partei, sollte der Präsident abgewählt werden? Und würde er eine Niederlage überhaupt akzeptieren? Darüber diskutieren Martin Kilian, langjähriger USA-Korrespondent, und Christof Münger, Leiter des Ressorts International der Tamedia-Redaktion in Zürich, in einer weiteren Folge des Podcasts zu den amerikanischen Wahlen.
Die Sendung kann auch auf Spotify gehört und abonniert werden.

31 Kommentare
    Arne Tvedt

    Am 4. November (dem Tag nach der Wahl) erhält er seine Kündigung und ab dem 20. Januar 2021 ist er seinen Job los, auch dann wenn es ihm einfallen sollte sich an den präsidialen Schreibtisch festzunageln