Über alles reden – SPD analysiert Bayernwahl

Nach dem Wahldebakel für die SPD in Bayern ging es am Montag in Berlin um die Bewertung. Während die bayerische SPD-Vorsitzende Natascha Kohnen betonte, nun werde über alles geredet, verwies die Bundesvorsitzende Andrea Nahles auf die Bedeutung der Bayernwahl für die Grosse Koalition: Also die Frage, ob diese Grosse Koalition funktioniert, auch im Sinne dessen, was wir gemeinsam verabredet haben im Rahmen des Koalitionsvertrages, entscheidet sich nicht alleine vom Ergebnis, so schmerzlich es ist, einer Landtagswahl.
Es werde eine Entscheidung in den nächsten Monaten geben. Dabei müsse man bewerten, inwieweit sich Themen umsetzen liessen, für die die SPD das Mandat zum Eintritt in die Koalition bekommen habe. Darüber hinaus, wenn ich das zum wiederholten Male sage, dass das öffentliche Ziehen von roten Linien nicht sinnvoll ist, dann meine ich das auch sehr ernst. Wir werden selbstverständlich auch heute, aber auch in weiteren Gremiensitzungen darüber zu beraten haben: Was heisst es, jetzt erfolgreich in dieser Grossen Koalition auch für die SPD agieren zu können? Vor allem die Wahlkämpfer in Hessen pochten auf Geschlossenheit. SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel sagte, er erwarte, dass seine Partei nun zeige, das es auch anders gehe.

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Erstellt: 15.10.2018, 13:58 Uhr

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