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Interview zu den Fukushima-Folgen«So könnte der Schweizer AKW-Ausstieg rückgängig gemacht werden»

Er hat mit Doris Leuthard die Fukushima-Katastrophe politisch bewältigt. Jetzt antwortet Walter Steinmann auf die Frage, ob die Schweiz überhastet reagiert hat.

«Der Atomaustieg war keine Zwängerei, das war fundiert durchdiskutiert», sagt Walter Steinmann im Interview: Rückbau des Kernkraftwerks Mühleberg. . (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
«Der Atomaustieg war keine Zwängerei, das war fundiert durchdiskutiert», sagt Walter Steinmann im Interview: Rückbau des Kernkraftwerks Mühleberg. . (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Walter Steinmann, ehemaliger Direktor des Bundesamts für Energie, gehörte nach der nuklearen Katastrophe in Fukushima zum Kreis der engsten Berater der damaligen Energieministerin Doris Leuthard. Er war damit auch mitverantwortlich für den schnellen Entscheid, die Gesuche für drei neue Atomreaktoren sofort zu sistieren.

Herr Steinmann, für viele war das ein emotionaler Entscheid.

Überhaupt nicht. Drei Wochen vor dem Unfall hatte sich der Kanton Bern in einer Abstimmung zwar noch knapp für die Kernkraft ausgesprochen. Aber es war sofort klar: Nach den Ereignissen in Fukushima wäre für eine längere Zeit keine Volksabstimmung über ein neues Kernkraftwerk mehr zu gewinnen.

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