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Interview zur Schweizer Premiere«Um das Virus einzudämmen, müssten sich 80 Prozent testen lassen»

Graubünden greift als erster Kanton zu Massentests. Thomas Steffen, Vorstandsmitglied der Vereinigung der Schweizer Kantonsärzte, sagt, was der Kanton davon erwarten kann.

Im Kanton Graubünden soll bald ein grosser Teil der Bevölkerung einen Abstrich machen und sich auf Corona testen lassen.
Im Kanton Graubünden soll bald ein grosser Teil der Bevölkerung einen Abstrich machen und sich auf Corona testen lassen.
Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

China tut es bereits seit Monaten, Österreich hat gerade damit begonnen: Sie testen die Massen, um das Coronavirus einzudämmen. In der Schweiz war man gegenüber dieser Massnahme lange zurückhaltend, nur Firmen oder Pflegeheime testeten Belegschaft und Patienten im grossen Stil. Vor zwei Wochen zeigte aber auch das Bundesamt für Gesundheit Interesse an Massentests, und nun will der stark von Covid-19 betroffene Kanton Graubünden als Erster breit testen. Ob sich der Aufwand lohnt, sagt der Basler Kantonsarzt Thomas Steffen im Interview.

Graubünden will mit Flächentests und weiteren Massnahmen die Wintersaison retten. Eine Verzweiflungstat? Oder bringen solche Tests tatsächlich etwas?

In einer Krise ist es sinnvoll, etwas auszuprobieren, um mehr in Erfahrung zu bringen: Wie stark ist das Virus verbreitet? Und wie hoch ist die Bereitschaft, sich testen zu lassen? Man muss solche Tests aber klar als Versuch deklarieren, was Graubünden auch tut. Der Kanton will im Rahmen eines Pilotprojekts erst einzelne Regionen testen und dann allenfalls einen Flächentest durchführen.

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