Die Big-Data-Firma hinter Trumps Wahlsieg

Cambridge Analytica kennt die Persönlichkeit potentieller Wähler im Detail.

Cambridge Analytica spann im Hintergrund ein Netz für ihn: Der neu gewählte US-Präsident Donald Trump.

Cambridge Analytica spann im Hintergrund ein Netz für ihn: Der neu gewählte US-Präsident Donald Trump. Bild: Carlo Allegri/Reuters

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Hinter Trumps Onlinewahlkampf und der Brexit-Kampagne steckt ein und dieselbe Firma: Cambridge Analytica kann die Persönlichkeit von Menschen bis ins Detail analysieren und ermöglicht es, potentielle Wähler zu beeinflussen – mit auf sie abgestimmten Botschaften.

Die Firma bediente etwa Einwohner in Miamis Stadtteil Little Haiti mit gekauften Facebook-Nachrichten über das Versagen der Clinton-Stiftung nach dem Erdbeben in Haiti. Und sie liess Trump-Wahlhelfer per App wissen, welche politische Einstellung und welchen Persönlichkeitstyp die Bewohner eines Hauses haben. Dadurch trug sie wesentlich zum Sieg Trumps und der Brexit-Befürworter bei. Nun interessiert sich ­Marine Le Pen vom Front National für die Firma, Anfragen gebe es aus der Schweiz und Deutschland, sagt Cambridge Anaytica. In deren Vorstand sitzt Steve Bannon – Herausgeber des ultrarechten Internetportals «Breitbart News» und neuer Chefstratege von Donald Trump.

Erfunden hat die Methode Michal ­Kosinski, der allerdings nichts mit Cambridge Analytica zu tun hat. Er sagte dem «Magazin» des Tages-Anzeigers: «Ich habe die Bombe nicht gebaut. Ich habe nur gezeigt, dass es sie gibt.» (TA)

Der Ganze Bericht in «Das Magazin».

Erstellt: 02.12.2016, 20:55 Uhr

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