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Sex, Drugs and Business

Donald Trump war Gastgeber von Partys, wo sich reiche Männer mit jungen Frauen vergnügten. Partygäste erinnern sich.

Das macht ihm sichtlich Spass: Donald Trump inmitten von Models seiner Modelagentur. (Foto: trumpmodels.com)
Das macht ihm sichtlich Spass: Donald Trump inmitten von Models seiner Modelagentur. (Foto: trumpmodels.com)

Seit seinem Skandalvideo («Grab Them by the Pussy») wird Donald Trump tagtäglich mit seiner Vergangenheit konfrontiert. In diesen Geschichten geht es immer wieder um Sex und Sexismus. Eine weitere Episode aus dem schillernden Leben des republikanischen Präsidentschaftskandidaten liefert nun «The Daily Beast».

Geschäftspartner und Kunden von Trump

Die Geschichte geht auf die 1990er-Jahre zurück, als Trump das Plaza Hotel in Atlantic City besass. Damals war Trump Gastgeber von ausschweifenden Partys. Die Gäste waren Freunde von Trump, wichtige Leute aus Atlantic City sowie potenzielle Geschäftspartner und Kunden des Immobilien-Tycoons aus New York. An diesen Partys konnten sie teils junge Frauen und Models im Teenageralter kennen lernen. Vor allem ging es darum, sich mit ihnen zu vergnügen. Und da machte auch Trump mit.

Es sei einfach gewesen, Models für diese Partys zu organisieren, sagt ein Fotograf, der damals an den Happenings im Plaza Hotel teilgenommen hatte. Man sagte den jungen Frauen, dass sie dort reiche Männer treffen könnten, die ihnen helfen würden. «Das war Networking, allerdings auf eine bizarre Art und Weise.» An diesen Partys habe es «Sex, viel Sex, viel Kokain und Spirituosen von bester Qualität» gegeben, erzählt der Fotograf, der nur unter Gewährung der Anonymität sein Wissen preisgegeben hat. Nur Rauchen sei nicht erlaubt gewesen, weil Trump dies nicht geduldet habe. «Das war eine kleine Partygemeinschaft, und Trump war mitten drin.» Trump, «a total fucking beast», wie der Fotograf sagt, habe die Aufmerksamkeit für seine Person genossen.

Partys mit minderjährigen Models

Ähnliche Geschichten erzählt ein anderer Zeitzeuge, der Andy Lucchesi heisst. Lucchesi war damals Männermodel und Mitveranstalter der Trump-Feste, unter anderem für die Rekrutierung der weiblichen Gäste zuständig. «Ich will ihm keine Schwierigkeiten machen», sagt er. «Ich mag Donald, ich respektiere ihn.» Überall habe es Kokain gegeben, sagt Lucchesi, er habe aber nie gesehen, dass Trump Kokain konsumiert habe. Und was war mit den weiblichen Partygästen? «Selbstverständlich. Trump war aber nicht einer, der Appartements für Frauen aus Estland kaufte.» Weiter gibt Lucchesi zu verstehen, dass viele Models der Trump-Partys minderjährig gewesen sein mussten.

Der Verfasser des «Daily Beast»-Artikels, Michael Gross, schreibt gemäss eigenen Angaben seit 1985 über Trump. Er schrieb ein Buch über den Immobilienunternehmer Trump, und er sprach mit ihm auch über private Dinge. Bei einem weiteren Buchprojekt über das Modelgeschäft seien ihm einige Geschichten über Trump zu Ohren gekommen. Aufgrund der laufenden Sexismusdebatte habe er sich nun entschieden, diesen Geschichten nachzugehen und einen Artikel darüber zu schreiben.

Siegeschancen «annähernd bei null»

Die Kaskade von Enthüllungen schmälert laufend die Wahlchancen von Trump. Zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl liegen seine Siegeschancen «annähernd bei null», wie die «Washington Post» berichtet. Prognosen zufolge kommt Trump derzeit auf 180 Wahlmännerstimmen, Hillary Clinton vereinigt 323 Wahlmännerstimmen auf sich – für den Sieg sind mindestens 270 Wahlmännerstimmen erforderlich.

Trotz aller negativer Umfragen glaubt der republikanische Präsidentschaftskandidat nicht an eine Niederlage. «Wir gewinnen dieses Rennen. Ich glaube wirklich, dass wir dabei sind, zu gewinnen», sagte Trump am Montag bei einem Treffen mit Bauern aus Florida. Den Medien warf er vor, «erfundene Umfragen» in die Welt zu setzen, um ihm zu schaden.

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